Tahiti

Tahiti – ein Südseeparadies

Die abwechslungsreichen Südsee-Inseln mit ihren hohen, schroffen Gipfeln, Korallenriffen und türkis-blauen Lagunen, mit beeindruckend weißem Sand sind sicher etwas ganz besonderes.

Wir haben neben Tahiti weitere 6 Inseln in Französisch Polynesien für Sie besucht, damit wir Ihnen viele Tipps für Ihre Südseereiseplanung geben können.

Air Tahiti Nui01. Februar 2014
Zubringerflug am Abend mit LH nach Paris und eine Übernachtung im Holiday Inn am Flughafen. Hotel ist mit einem Shuttlebus erreichbar, der die Runde am Flughafen Paris abfährt. Außerdem sind die Terminals auch teilweise mit einer Art U-Bahn verbunden.

Das Holiday Inn ist von den Zimmern her und auch vom Preis in Ordnung pro Person/Nacht 40 Euro inkl. Frühstück – Frühstück ist solala.

02. Februar 2014
Abflug um 11 Uhr morgens mit Air Tahiti Nui – erstmal Richtung Los Angeles. Nach zwölf Stunden Flug – 2 Stunden Aufenthalt in LA. Den man damit verbringt in die USA einzureisen und seine Fingerabdrücke abgeben zu müssen, obwohl man gar nicht einreisen will – na, ja – altbekanntes Thema – die Amerikaner halt!

Es ging dann aber doch recht schnell, weil die von Air Tahiti Nui uns am Flughafen mehr oder weniger separat „durchgeschleust“ haben. So hatten wir doch noch dann letztendlich 10 min Zeit um in den Duty Free zu gehen 🙂

Flug mit der Air Tahiti Nui, na, ja – hab schon modernere Flugzeuge gesehen 😉 Entertainmentprogramm ging nur teilweise und die Auswahl war jetzt nicht so besonders groß. Essen war ganz OK.
Im Moment sind die ja dran, das Mobilar der einzelnen Flieger zu erneuern – mal schauen, wie es dann ist. Weiter geht es dann Richtung Tahiti – Flugzeit 8 Stunden

tahiti papeete02. Februar 2014 – Ankunft in Papeete um ca. 23 Uhr
Es hat ca. 26 Grad, es ist schwülwarm und die wirst von einer Gruppe tanzenden Tahitianerinnen begrüßt. Wir werden von der Agentur Tahiti Tours schon erwartet, natürlich mit Tiare Blumenkranz und werden ins Hotel Manava Suites gebracht. Das Manava Suites in Papeete ist eine sehr schöne Anlage, die Zimmer sind sehr groß und geräumig, mit kleiner Küchenzeile und Balkon. Frühstück ist OK ca. 20-25 Euro je nach dem ob Kontinental oder American. Allerdings ist die Auswahl nicht besonders vielfältig.

Am nächsten Tag gehen wir erst einmal Geld wechseln – das ist kein Problem – in den meisten Hotels werden entweder Traveller Cheques genommen oder man kann Euros in XPF (Polynesischer Franc) umwechseln. Auch Geldautomaten gibt es in den Orten. Sogar auf Fakarava! Ansonsten bezahlt man einfach überall mit seinem guten Namen 😉

Mittags haben wir dann eine halbtägige Inselfahrt gebucht – mit Regenwald und botanischen Garten. Am Ende haben wir uns raussetzen lassen in der Stadt und sind am Abend zum Essen gegangen. Auf dem Vaiete Platz stehen die typischen „Roulotten“ (kleine wandernde Restaurants), die kleine, sehr gute Speisen anbieten zu vernünftigen Preisen.

Am 2. Tag haben wir uns einen Mietwagen ausgeliehen und sind die komplette Insel nochmal abgefahren. Tahiti besteht übrigens aus zwei Inseln, die nur an einem kleinen Teil miteinander verbunden sind. Tahiti Nui (groß) und Tahiti Iti (klein). Insgesamt sind es 120 km einmal um die Insel rum. Der höchste Berg auf der Insel ist übrigens der Orohena (2.241m)

Auf Tahiti Iti gibt es das Plateau de Taravao – das liegt etwas höher (ca. 800 m) – da ist es angenehm kühl 🙂 Von dort aus hat man einen fantastischen Blick auf Tahiti Nui und das Meer. Allerdings sieht es dort oben auch ein bißchen aus, wie im Allgäu 😉 Wenn nicht ab und an mal eine Palme oder exotische Pflanze stehen würde, vom Meer mal ganz abgesehen, könnte man meinen, man ist eher in Hindelang! Hier stehen die Kühe auf der Weide und es gibt auch eine Melkstation 😉

tahiti Nach 4 Nächten auf Papeete geht es mit dem Auto an den Flughafen und Flug nach Fakarava (Tuamotu Atolle) – Flugzeit ca. 1,5 Std.

Schon alleine der Anflug ist wunderschön, wenn man über diese Atolle reinfliegt – im Flieger sitzen ca. 80 Passagiere – wir machen einen kurzen Zwischenstop auf Rangiroa – 72 Personen steigen aus – 8 bleiben sitzen, nach Fakarava!

Es gibt ein paar Pensionen auf Fakarava, wir waren in der Pension Tokerau. Unsere Gastgeberin, Flora, begrüßt uns herzlich am Flughafen – wir sind immerhin 3 Gäste 😉
Der Hauptort Rotoava ist klein und überschaubar – es gibt einen kleinen Supermarkt und wie bereits erwähnt einen Geldautomaten. Auch kleine Stände gibt es, die Mangos oder andere Früchte verkaufen.

Die Bungalows sind einfach ausgestattet und liegen in einer schönen Gartenanlage – der Strand ist ca. 20 m entfernt. Über dem Bett hängt ein Moskitonetz, das Badezimmer hat alles was man braucht – sogar warmes Wasser! Kajaks kann man kostenlos mieten. Das Frühstück ist typisch französich, mit Baguette, Kaffee und Marmelade. Zum Abendessen zaubert Flora ein 3-Gänge Menü, meistens gibt es Fisch – sehr lecker zubereitet! Meiner Meinung nach ist das Essen in den Pensionen wesentlich besser, als in den 5 Sterne Hotels!

Den Tag dort verbringen wir damit, am wunderschönen, weissen Strand spazieren zu gehen und die ein oder andere Muschel zu sammeln. Diese darf man allerdings nicht mit nach Deutschland nehmen! Beim Spazierengehen begleitet uns, parallel schwimmend im flachen Wasser, ein Stachelrochen! Wir treffen auch auf eine polynesische Katze, die gemütlich auf dem Steg strawanzt…. Zwischendurch hüpfen wir dann mal ins Wasser und schnorcheln – es gibt hier unglaublich viele bunte Fische und auch einen harmlosen „Black tipped“ Hai, der ab und zu mal vorbei kommt, wenn man Glück hat.

Übrigens, wer in Polynesien unterwegs ist, kommt kaum an den schwarzen Perlen vorbei, die in ihrer Vielfalt wirklich einzigartig sind!!

Guter Tipp – die Perlenfarm auf Fakarava gehört momemtan einem Deutschen aus Wildberg im Schwarzwald. Der holt einen ab und erklärt, wie die Perlen wachsen etc. Verkauft auch die „Ernte“ und die Perlen sind gar nicht mal so teuer da! Ca. 80 Euro für ne B-Perle (Kenner wissen, was ich meine ;-)) Ansonsten gibt es auf Tahiti auch jede Menge Perlengeschäfte und wenn man sich etwas damit befasst, bekommt man ein Auge und Gefühl dafür, was gut ist und was nicht!

Tahiti Nach zwei Tagen fliegen wir wieder zurück nach Tahiti und übernachten eine Nacht dort.

Am nächsten Tag geht es zum Hafen von Tahiti und wir fahren mit der Fähre nach Moorea. Das ist recht günstig (ca. 25 Euro) und dauert nur knapp 45 Minuten. Man kann auch rüber fliegen, das dauert ca. 10 Minuten. Flugtechnisch ist es übrigens am günstigsten, sich den Airpass von Air Tahiti zu besorgen. Dieser kostet pro Person um die 400 Euro und man kann nach Moorea, Bora Bora, Raiatea, Huahine und Maupiti fliegen. Wenn man die Tuamotus inkludieren will, kostet der Pass ca. 250 Euro mehr. (Rangiroa, Fakarava)

Auf Moorea sind wir im Pearl Beach untergebracht in einen Overwater Bungalow – sehr toll! Mit Glasbodentisch im Bungalow und eigenem Zugang zum Meer. Die Delphine schwimmen am Morgen direkt vor der Haustür vorbei und wir haben eine „Hausmoräne“ und viele bunte Fische zu Gast!

Moorea lässt sich auch gut mit dem Auto erkunden – sind nur 60 km einmal rum. Wir buchen eine Tour mit ATV und fahren einen halben Tag lang mit dem Quad durch die Ananas-, bzw. Fruchtplantagen und das Hinterland von Moorea. Außerdem geht es in eine Früchtefarm und wir geniessen ganz frischen Ananassaft und probieren super leckere Ananas-Vanille Marmelade und auch andere Sorten – auf alle Fälle dort kaufen, da man diese Marmelade sonst nirgendwo mehr bekommt!

(beim Gepäck ist die Air Tahiti sehr kulant bei Urlaubern – wir hatten teilweise über 25 kg im Gepäck, obwohl man nur 20 kg haben darf :-)) und ich hab leider dort keine Ananasmarmelade gekauft, weil mein Koffer schon so schwer war!!

Am Ende der Tour laufen wir noch auf einen Aussichtspunkt von Moorea und haben einen fantastischen Blick auf die Cook bzw. Opunohu Bay!

Dann heisst es Abschied nehmen von Moorea und wir fliegen nach Bora Bora – die Perle des Pazifiks!

tahiti noniEine Perle ist die Lagune wahrlich und es ist schon ein Wahnsinn, wie türkisfarben alles ist!! Ich dachte immer, die Bilder von dort sind bearbeitet, aber nein – hier sieht es wirklich so aus! Angekommen am kleinen Flughafen, werden wir mit dem Boot durch die Lagune nach Vaitape gebracht (Hauptort). Dann geht es mit dem Bus weiter zu unserer Unterkunft: Le Maitai. Das Hotel ist eines der traditionellen Unterkünfte auf Bora Bora und hat 3 Sterne. Viele der Zimmer liegen in einem Gebäude an einem steilen Hang und die Aussicht auf das Meer ist garantiert und herrlich!! Allerdings muss man immer rauf und runter kraxeln, wenn man zum Strand will. Ich würde hier eher einen Beach Bungalow empfehlen, der sehr geräumig ist und es an nichts fehlt. Schade ist, daß das Hotel an einem Berg liegt, hinter dem die Sonne untergeht – d.h. einen Sonnenuntergang von hier aus zu sehen – eher Fehlanzeige.

Wir unternehmen einen Halbtagesausflug mit dem Boot in die Lagune – die Stimmung ist gut, die polynesische Crew macht Laune mit Musik und Gesang. An Bord sind ca. 80% Japaner mit Hello Kitty Handys und Klunkern um den Hals. Die Stimmung von uns wird etwas getrübt, wenn die dann allesamt mit ihren farbenfrohen Schwimmflossen und Rettungswesten, ohne Rücksicht auf Verluste ins Wasser hüpfen und teilweise auf den Korallen rumtrampeln! Ehrlich gesagt, muss ich das nicht unbedingt haben, also lieber auslassen und sich ein Moped nehmen und die Insel erkunden. Schnorcheln kann man eigentlich überall!

Auf Bora Bora ist mir aufgefallen, daß die Menschen dort etwas anders sind, als auf den anderen Inseln. Das liegt mit Sicherheit auch daran, daß hier viele Amerikaner Gäste sind, die meistens mit einem Kreuzfahrtschiff vor Bora Bora anlegen und mit den kleinen Beibooten an Land gebracht werden. Dort geht es dann in die kleinen Geschäfte und auf den Markt zum Shoppen.

Fazit für Bora Bora – muss man auf alle Fälle gesehen haben, aber ich denke 3 Nächte maximal reichen völlig aus und dann, wenn man es sich leisten kann, eine Unterkunft wie das Hilton oder Pearl Beach Resort im Overwater Bungalow. Für den kleinen Geldbeutel eher eine Pension – z.B. Alice&Raphael – schöne kleine Anlage mit nur 2 Bungalows und freundlichen Gastgebern. Toll ist auch hier wieder das Essen!!

Unsere Reise geht weiter mit einem kurzen Flug nach Raiatea. Von dort aus haben wir einen 4 Tage/3 Nächte Segeltörn über Tahaa und Huahine gebucht. Es geht mit einem 60 ft (ca. 18 Meter) Katamaran erst mal Richtung Tahaa. Der Katamarn ist sehr geräumig und komfortabel. Meistens sind 8 Gäste an Bord und der Skipper mit seiner Frau. Es gibt Standard Kabinen und etwas größere Superior Kabinen. Vollpension ist inklusive und es ist mal wieder fantastisch, welches Essen wir serviert bekommen. Frischen Fisch – oft in Form von „Poisson Cru“ mit – Kokosmilch, Zitrone und Knoblauch zubereitet und leckere frische Früchte. Auch wird mal eine Bananenkuchen als Dessert aufgetischt!

TahitiMit so einem kleinen Boot unterwegs zu sein, hat einfach etwas! Man ist dem Meer, den Fischen und der Natur wirklich sehr nahe! Es ist außerdem etwas anderes, die Betrachtung der Landschaft von Seeseite zu sehen und nicht vom Land aus. Wir haben einmal vor Huahine über eine Stunde verbracht mit dem Boot den Mantas hinterher zu fahren, um sie zu beobachten und Bilder zu machen. Es war ein großartiges Erlebnis!!! Auch vom Boot aus mit dem Kajak eine Rundfahrt vor Huahine zu machen, nach einem Regenschauer mit tollem Sonnenuntergang – einzigartig – awesome !!! Man sollte allerdings einigermassen seefest sein – es schaukelt schon manchmal ordentlich, je nach Wind – aber das passt schon! Ausserdem gibt es gute Medikamente gegen Seekrankheit! 🙂 falls nötig!

Nach dem Törn verbringen wir noch den Tag auf Raiatea im Hawaiki Nui Hotel – eines der ursprünglichsten Anlagen Franz. Pol. Ich schlendere mittags durch den Markt dort und kaufe ein paar Souveniers, wie Pareos, Muscheln und Arts der Polynesier. Noch ein leckeres Mittagessen und dann geht es auch schon zum Flieger nach Papeete und Weiterflug nach München über LA und Paris.

Schade! Aber schön war´s! 🙂

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