Eine Woche mit Kindern im Camping Village PinoMare, Lignano Sabbiadoro – Italien

Nachdem wir dieses Jahr mit unseren beiden Jungs – sechs und drei Jahre – schon zwei Wochen in Thailand verbracht haben, sollte es noch ein kurzer Urlaub am Meer in den Sommerferien sein, bevor der erste Schultag ansteht. Von München aus liegt da nichts näher als die obere Adria. Die letzte Woche vor Schulanfang in Bayern und Baden-Württemberg Mitte September ist besonders preisgünstig, wenn auch noch gut gebucht.

Wir buchten ein Mobile Home, Typ „Acquamarina“, bestehend aus Küche mit großem Essbereich, zwei Schlafzimmern mit jeweils eigenem Badezimmer (was wir sehr schätzen lernten) und überdachter Außenterrasse mit eigenem Garten. Die Wohneinheit ist voll ausgestattet mit Wäsche, Kochutensilien und Geschirr, Kühlschrank, TV und Klimaanlage/Heizung.2014-09-08 10.06.39

Anreise

Also Auto vollpacken, alle einsteigen und los geht’s. Die Anfahrt über den Felbertauerntunnel verläuft zum Ende der Sommerferien recht entspannt und wir legen eine längere Rast in Villach ein. Hier findet gerade ein Treffen der Harley-Davidson-Freunde statt und die ganze Stadt wird von Bikern bevölkert. Entsprechende Motorengeräusche bleiben nicht aus und da fahren wir doch gerne wieder auf die Autobahn, im Auto ist es ruhiger.

Abends kommen wir an und parken das Auto direkt vor unserem Mobile Home. Sehr praktisch, denn so können wir uns ohne großen Aufwand sofort einrichten.

In der Anlage

Am nächsten Tag sind wir alle gespannt auf den Strand. Erstmal laufen wir allerdings an einer Steinmauer entlang, obwohl wir das Meer schon ganz nah rauschen hören. Es gibt drei Durchgänge zum Strand. Jeder Bungalow hat inen festen Sonnenschirm mit zwei Liegen inkludiert. Wir suchen also unsere Bungalownummer und finden uns in der dritten Reihe. Gar nicht so schlecht, ein wenig vom Meer sehe ich immerhin. An dieser Stelle muss ich kurz sagen, dass ich normalerweise individuell reise und keine Liegestuhlreihen gewohnt bin. Aber was solls, ich wusste ja, was mich erwartet.

Und so ist es dann eben auch, das Klischee von der Adria ist leider nicht ganz falsch. Ich kenne das von meinem letzten Adria-Besuch vor 25 Jahren, da war es schon genauso. Aber ich will nicht jammern: Die Kinder sind glücklich, dann sind es die Eltern auch. Feiner Sand zum Buddeln, eine Menge Kinder mit Eltern, Strandverkäufer, Eis und Capuccino – tutto bene.

Immerhin sind uns drei Tage Sonne und Strand vergönnt, bevor die Wolken und auch der Regen kommen. Wir vertreiben uns das schlechte Wetter mit Ausflügen nach Bibione, Lido di Jesolo und Grado. Genießen das Essen und dolce vita in bella Italia, wie alle anderen halt auch. Individualurlaub geht anders. Man muss nur wissen, wo man ist.

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Fazit

Perfekter Urlaub für Kinder und Eltern, die den Trubel und auch die Massen zur Hochsaison genießen. Ruhe findet man hier nicht unbedingt, aber jeder erholt sich bekanntlich auf seine Weise. Irgendwo dröhnt hier immer irgendwas, egal wann man kommt. Die Anlage ist gut geführt und die Bungalows sind geräumig und durchdacht. Sogar der Wasserdruck stimmt und es kommt warmes Wasser, wenn man es sich wünscht. Und wenn mal die Sicherung rausfliegt, gleich kommt Hilfe. Der Strand ist sehr schön, man muss halt Liegestuhlreihen mögen. Zum Pool kann ich nichts sagen, wir waren nicht drin. Auch im Meer war ich nur bis zur Hüfte, ich bin Warmbader. Eine Woche ist mir persönlich völlig ausreichend.

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