Mit Kind im Land der Kiwis (Südinsel)

 Neuseelands Südinsel

 

Maniküre für FortgeschritteneFünf Jahre ist Joost alt, und wie weit es nach Neuseeland ist, beschreibt er seinen Kindergartenfreunden (und deren Eltern) so: „Da fliegt man einen ganzen Tag und eine ganze Nacht lang hin!“

Mit erstaunlicher Gelassenheit brachte er diese Reise auf die andere Seite der Erdkugel im Februar diesen Jahres hinter sich, und mit einer ähnlichen Selbstverständlichkeit ging er in Neuseeland auf Entdeckungstour. Was gab es dort nicht alles zu erleben …!

Da waren zunächst einmal die Selbstverständlichkeiten fast jeder neuseeländischen Kindheit: Strände, nicht selten kilometerlang, das „Spielzeug“ (Sand, Steine, Muscheln, Treibholz, Wasser …) gleich inklusive … Kletterbäume und Kletterfelsen … Wälder und Wasserfälle … die vielfältigen Naturspielplätze gingen fast nahtlos ineinander über. Joost fand kleine flache Steinchen im Lake Ohau, mit denen er seine Hände und große Steine am Ufer dekorierte. Er beobachtete Pinguine und Seelöwen an der Catlins Coast, spielte in einem Tipi aus Treibholz am Strand von Hokitika und war Kapitän eines „Schiffs“ im Abel Tasman National Park (einen langen Stock zog er dabei als Ruder von einem Felsen aus durchs Wasser).

Dass die Besichtigung der Cadbury-Schokoladenfabrik in Dunedin ein großer Spaß werden würde, verstand sich von selbst – wobei Joosts persönliches Highlight gar nicht mal die Kostproben waren, sondern die Haarnetze, die alle Besucher aus Hygienegründen tragen mussten. Er bewahrte unsere Exemplare sorgsam auf und nahm sie sogar mit zurück nach Deutschland! Davon abgesehen staunte er natürlich auch mit offenem Mund über die großen Maschinen, mit denen schokoladige Köstlichkeiten hergestellt wurden – und hüpfte vor Begeisterung über das, was passierte, als die Gruppe in einem Fabrikturm auf Kommando „We want chocolate!!“ rief …!Raten Sie, was dieses Kind gerade gemacht hat!

Längere Wanderungen mit einem Fünfjährigen – wie sieht es denn mit sowas aus? Das kommt sicher auch auf das Kind an – doch wenn die Angelegenheit nur spannend genug ist, muss Genörgel à la „Ich kann nicht mehr!“ oder „Wann sind wir denn endlich da?!“ überhaupt kein Thema sein. Joost jedenfalls fand die Aussicht auf eine Hüttenübernachtung in 1000 Metern Höhe schwer verlockend (wir kehrten ein in der Routeburn Falls Hut auf dem Routeburn Track, einem der Great Walks Neuseelands) und war begeistert vom Gletschersee mit Eisschollen am Ende des Hooker Valley Tracks, aus dem man vom Ufer aus sogar eine Handvoll Eis herausangeln und dann beim Schmelzen beobachten konnte! Die lustig schaukelnden Hängebrücken unterwegs taten ein Übriges.

Immer wieder stießen wir während unserer Reise auch ganz unerwartet auf Dinge, die Kin-derherzen höher schlagen lassen. So konnte man allein im Städtchen Oamaru in der Touristeninformation auf ein altes Fahrrad mit riesigem Vorderrad (ein sogenanntes pen-nyfarthing) steigen, vor den Steampunk Headquarters eine quasi reanimierte Dampflok bewundern und sich auf dem so ungewöhnlichen wie genialen Friendly Bay PlaygrouTurmbau an den Blue Poolsnd austoben. In Riverton fand gerade das harvest festival statt, und Joost vergnügte sich mit anderen Kindern bei Spielen und Aktionen auf dem Rasen ebenso wie an der Apfelpresse, mit der auf althergebrachte Art sein Lieblingssaft hergestellt wurde. In Wanaka trafen wir auf die Gypsy Fair, wo Joost in den Umgang mit devil sticks eingeweiht wurde und ein Satz derselben („Meine Jonglierstäbe!“) in seinen stolzen Besitz überging.

Neuseeland für Kindergartenkinder – was für ein Abenteuer!

Und das waren erst einige wenige Eindrücke unserer Reise, zudem bislang nur von der Südinsel.

Was Joost erlebte, nachdem ihn die Fähre über die Cook Strait auf die Nordinsel gebracht hatte– dazu bald mehr! See you soon!

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