Australien mit Baby

 Auszug aus „Schnullerbacke down under“ von Maike Brünink

„Eine Australienreise mit Baby – oha. Ist das nicht mächtig anstrengend? Da braucht man doch sicher die erste Urlaubswoche, um sich allein von den Strapazen des Fluges zu erholen, oder?“
Nun …
Am nächsten Morgen wachten wir nahezu gleichzeitig gegen zehn Uhr auf, die Sonne schien durchs Fenster, und aus dem Babybett schauten uns über dem Schnuller zwei wache Kulleraugen an. Sydney, hier waren wir! Und Hunger hatten wir auch.

„Ach – na, das klingt ziemlich entspannt für den Anfang. Ja, und dann? Wie ist es so mit ganz kleinem Kind auf großer Fahrt? Ist so ein Urlaub erholsam? Macht er Spaß? Den Eltern? Dem Baby?“
Schauen wir mal …Bruenink_002

Das Baby mit den Kulleraugen ist sieben Monate jung, wurde im niedersächsischen Oldenburg geboren und heißt Joost. Letzteres ist vermutlich sein größtes Problem in Australien, denn die Aussprache dieses holländischen Vornamens fällt den Einheimischen nicht ganz leicht.
Ansonsten aber hat es dieses Baby ziemlich gut getroffen im Land der Kängurus. Zu essen gibt’s, Spielzeug ist da, und jeden Tag findet sich so viel Neues zum Schauen und Ausprobieren! Die Leute sind freundlich und hilfsbereit, wärmen Milch und Babygläschen auf, machen Faxen oder fangen eine „Unterhaltung“ an. Alle wichtigen Utensilien, die man als Baby so braucht, sind zu haben – vom Schnuller über die Windeln bis zur Babyschale fürs Auto. Ach ja, und Mama und Papa sind auch da – alle beide, die ganze Zeit! Und sowas von gut gelaunt!

Aber wer hätte da keine gute Laune – im Urlaub, unterwegs in einem Land voller spannender und grandios schöner Ziele? Wir, Joosts Eltern, haben die Vielfalt Australiens in vollen Zügen genossen – dabei umfasste unsere Rundreise nur den äußeren Südosten eines einzigen Bundesstaates! In Anbetracht der Gesamtgröße des roten Kontinents wiederum ist das natürlich viel mehr als es klingt, und der Weg führte uns von der Weltstadt Sydney über menschenleere Sandstrände, gemütliche Dörfer am Wasser und die Weiten des Outbacks bis in die Berge, ihre Eukalyptuswälder und Tropfsteinhöhlen. Joost war immer dabei: im Kinderwagen, im Tragegurt, auf dem Arm, in seiner Babyschale. Quietschfidel und bester Laune – mit einer Ausnahme. Nein, nicht etwa unter stundenlangem Gebrüll und Ohrenschmerzen im Flugzeug (alles kein Problem) – sondern in dieser einen Nacht, in der er seinen ersten Zahn bekam …!

Bruenink_001

Was wir sonst noch alles gesehen und erlebt haben, kann man im Reisebericht und Ratgeber Schnullerbacke down under nachlesen – zusammen mit vielen Tipps und Tricks für die Australienreise mit Baby und deren Vorbereitung!
Viel Spaß allen jungen Familien am anderen Ende der Welt – und möge es ihnen am Ende ihrer Reise ungefähr so gehen wie uns:
Letzte Blicke – auf die Bauten der Innenstadt, die Jugendherberge, den Bahnhof … dann auf Abfertigungsschalter und Sicherheitskontrollen … und schließlich auf Sydney von oben, dessen Straßen und Häuser unter uns viel zu schnell viel zu klein wurden. Die Stadt, das Land und unsere schöne Zeit dort ließen sich eben nicht festhalten, auch wenn das Loslassen uns noch so schwer fiel. Goodbye Australia – bis zum nächsten Mal. Dann nicht mehr mit Baby, sondern mit einem Kind, das nach Kängurus Ausschau halten, Muscheln suchen und mit uns zusammen dairy milk chocolate futtern wird. Wenn man so darüber nachdachte … konnte man am besten schon mal direkt mit dem Vorfreuen beginnen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.