Stopover in Hongkong – die Stadt der Gegensätze

Hongkong – eine Millionenstadt, die dort entstand, wo sie eigentlich gar nicht sein konnte, ohne Platz, ohne Grund und Boden, der zum Bau einer Großstadt geeignet wäre. Doch die heutige Finanzmetropole hat sich behauptet und eine Möglichkeit gefunden, sich zu entwickeln und zu wachsen und vereint heute auf wunderbare Weise Tradition und Moderne, Exotik und Brauchtum, kulinarische Genüsse verschiedenster Kulturen und die chinesischen Wurzeln. Wer sich die Zeit und Muße nimmt, sich auf das Abenteuer Hongkong einzulassen, kann diese Besonderheit erleben und daran teilhaben.Die vielen verschiedenen Gelegenheiten, die unterschiedlichen Seiten von Honkong zu erleben, sind Vergnügen und Herausforderung zugleich.

Vor allem, wenn man im Rahmen einer kurzen Reise bzw. beim Stopover nur wenige Tage Zeit hat. Ein Aufenthalt in dieser quirligen Metropole lohnt auf jeden Fall, um die unzähligen Gesichter Hongkongs zwischen den luftigen Höhen des Victoria Peaks und den Meeresufern im Süden von Hongkong Island zu erkunden und den größtmöglichen Unterschied von Einkaufserlebnissen in Luxus-Malls und auf bunten Straßenmärkten kennen zu lernen. att-hbr-vpn-0016l_hr

Wir hatten das große Glück, dass uns all diese Facetten im Rahmen einer Inforeise mit Unterstützung vom Hongkong Tourism Board präsentiert wurden, die ein sehr schönes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt hatten. Die dazugehörige Website sei jedem Hongkong-Reisenden ans Herz gelegt, denn hier findet man wirklich alle wichtigen und nützlichen Infos, auch auf Deutsch, um einen Aufenthalt, egal wie lange, vorzubereiten: http://www.discoverhongkong.com/de/.

Mit deutschem Pass darf man sich bis zu 90 Tage ohne Visum in Hongkong aufhalten, es gibt keine besonderen Impfvorschriften und Hongkong gilt generell als sicheres Reiseziel. Lediglich die über mehrere Monate andauernde Taifunsaison könnte Reisepläne durchkreuzen und zu den Reisevorbereitungen sollte auf jeden Fall ein Blick auf die Wettervorhersage gehören – die meist vorherrschende schwüle Hitze ist gewöhnungsbedürftig und aufgrund der gerne und äußerst stark eingesetzten Klimaanlagen allerorten sollte man immer etwas zum Überziehen dabeihaben. Das chice Kaschmiroberteil oder empfindliche Schuhe, die bei starkem Regen Form oder Farbe verlieren, sollten hingegen zu Hause bleiben – es ist unglaublich, welche Regenmassen in Kürze vom Himmel fallen können, da hilft auch kein Schirm mehr.

 

Eine entspannte Anreise in der Economy Class

Gestartet ist unsere Reise am Düsseldorfer Flughafen, der für einen längeren Aufenthalt oder Zwischenstopp die Hugo Junkers Lounge bietet. Hier kann sich jeder Fluggast für 21 Euro „Eintritt“ an einer großen Auswahl an Snacks und Getränken bedienen, WLAN nutzen, einfach nur relaxen oder auch duschen.

CX Premium Economy

CX Premium Economy

Die Anreise nach Hongkong kann man mittlerweile bei vielen Fluglinien, so wie wir mit Cathay Pacific, ganz entspannt in der Premium Economy Class  antreten. Der Aufpreis lohnt in jedem Fall, denn ein breiterer Sitz und mehr Beinfreiheit (96,5 cm Sitzabstand) machen das Fliegen sehr viel entspannter. Zudem genießt man besondere Aufmerksamkeit durch die Crew, die auf unseren Flügen immer sehr achtsam, freundlich und zuvorkommend war, bekommt ein hübsches Travel-Kit und kann das Essen (lecker! Wann kann man das über Flugzeugessen schon mal sagen?!) aus einem Menu auswählen. Zusammen mit der großen Auswahl an Filmen jeglicher Art vergeht die Zeit dann tatsächlich wie im Flug und man vergisst fast, auch noch ein bisschen zu schlafen. Das sollte man allerdings, denn wenn man gefühlt um Mitternacht landet, beginnt in Hongkong ein neuer, heißer Tag. Und egal welches Hotel man ansteuert und wie verlockend das Bett aussehen mag – schlafen wäre jetzt die schlechteste aller Ideen.

 

 

Unterwegs in Hongkong – einfach und unkompliziert mit der Octopus Card

Viele HotelsStar Ferry bieten einen kostenpflichtigen Shuttleservice vom Flughafen aus an, es geht aber auch ganz einfache mit dem Airport Express bis Kowloon oder Hongkong Station. An beiden Stationen ist auch vor dem Rückflug ein check-in-Service möglich, so dass man das Gepäck aufgeben und dann noch etwas unternehmen kann, wenn der Rück- oder Weiterflug erst abends geht.

Hat man nur einen Tag in Hongkong und fährt am gleichen Tag mit dem Airport Express hin und zurück, ist die Rückfahrt sogar kostenlos. Alle Infos dazu gibt es hier.

Egal, ob man den Airport Express nutzt oder erst später die U-Bahn MRT oder Fähren nutzt: für all dies gilt die Octopus Card, die man kaufen und aufladen kann. Bei jeder Fahrt wird dann der entsprechende Betrag abgebucht.

 

Ausflüge zwischen Tradition und Moderne

Hongkongs öffentlicher Nahverkehr ist sehr gut ausgebaut und zuverlässig, und wenn man mit der Star Ferry zwischen Kowloon und Hongkong Island pendelt oder die Peak Tram, eine alte Standseilbahn, rauf zum Victoria Peak nimmt, ist schon alleine die Anfahrt eine Attraktion. Wer oben auf der höchsten Erhebung der Insel die frischere Luft und vor allem die tolle Aussicht über die Skyline, den Hafen und manchmal bis zu den Hügeln der New Territories im Norden genießen möchte, kann einen ca. 50-minütigen Rundweg gehen.

Ein Besuch in SoHo, dem Szeneviertel südlich der Hollywood Road, bietet, neben historischen engen Gassen und jeder Menge kreativem Leben in Galerien und Boutiquen, ein weiteres Highlight der Fortbewegung: die weltweit längste überdachte Rolltreppe, die Central Escalators: 20 Rolltreppen hintereinander, die 135 Höhenmeter überwinden und Central mit den Mid-Levels verbinden. Hier wohnen viele lokale Geschäftsleute, aber auch Expats, und das Angebot an internationalen Bars und Restaurants lässt keine Wünsche offen.

p1090848Ausgehen ist in Hongkong eher teuer, bietet aber natürlich auch viel. Im Aqua Bar & Restaurant in Harbour City, Kowloon, kann man für viel Geld italienisch-japanische Küche genießen und bekommt eine sensationelle Aussicht über den Hafen und Central gratis dazu. Cocktails kosten dann allerdings auch an die 20 €… Wer sich von solchen Preisen an der frischen Luft erholen muss, kann das am Abend super am Clock Tower in der Nähe des Star Ferry Piers an der Tsim Sha Tsui Promenade tun. Ein beliebter Treffpunkt, auch bei den Einheimischen, und viel genutzter Hotspot für Fotos – unzählbare Aufnahmen der bunt beleuchteten Skyline entstehen jeden Abend. Und um 20h gibt es sogar ein spektakuläres Gratisevent: A Symphony of Lights verwandelt die Wolkenkratzer zusätzlich in ein Farbenmeer, Musik tut ihr übriges, damit Stimmung aufkommt.

Wem die dort entstandenen Fotos als Mitbringsel nicht ausreichen, sollte tagsüber unbedingt einen der zahlreichen Märkte besuchen. Natürlich kann man in Hongkong auch aus einer riesengroßen Anzahl von Luxus-Shoppingmalls auswählen, die riesengroß und teilweise miteinander verbunden sind, so dass man auch bei Regen trockenen Fußes viele Kilometer zurück legen kann und sich in den Restaurants und Food Courts mit heimischen und allen erdenklichen internationalen p1090788Spezialitäten stärken kann. Aber die vielen Straßenmärkte sind eine wahre Fundgrube für Souvenirs aller Art – Kleidung, Spielzeug, Accessoires, aber auch Blumen oder lebende Fische und natürlich Essen gibt es, je nachdem welchen Markt man ansteuert. Es gibt eigentlich nichts was dort nicht zu finden wäre. Allerdings immer ohne Garantie auf Echtheit und Langlebigkeit. Aber auch die Kreativität bei der Namensgebung, wenn Markenprodukte ganz offensichtlich gefälscht werden, ist ein Highlight an sich. Eine Übersicht der vielen verschiedenen Märkte ist ebenfalls auf der website des Hongkong Tourism Board zu finden.

 

öffentlicher ParkWer dem Großstadttrubel entfliehen möchte, kann dies ganz hervorragend zum Beispiel an den Küsten von Hongkong Island beim Strandbesuch oder, wenn mehr Zeit zur Verfügung steht, im direkten Umland in einem der Country Parks im Hinterland Hongkongs.

Im Rahmen eines Kurztrips sollte man auf jeden Fall den Besuch eines Klosters einplanen. Wir haben das beeindruckende Chi-Lin-Nonnenkloster und den angrenzenden Nan Lian-Garten besucht. Der aus Holz errichtete Tempelkomplex wird auch heute noch von Nonnen bewohnt, weshalb nicht alle Teile der Anlage besucht werden können, aber es gibt viele begehbare Tempelhallen voller erhabener Statuen aus Gold, Holz und Ton. Der große Garten ist im gleichen Stil der Tang-Dynastie angelegt und bietet eine ganz spezielle Atmosphäre. Kleine Seen voller Fische, prächtige Brücken und allerlei aufwendig gepflegte Pflanzen und akribisch arrangierte Steingärten prägen das Bild. Ein vegetarisches Restaurant und ein Teehaus bieten Gelegenheit zur Stärkung.

 

 

 

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