Asien für Anfänger

Singapur, Malaysia, Bali, drei Wochen, zwei Rucksäcke und keinen Plan was in den nächsten paar Wochen auf uns zukommt.

Mitte März geht unser Abendflug mit Lufthansa von München über Frankfurt nach Singapur. Gegen Spätnachmittag kommen wir am Changi Airport an.

Erste Hürde geschafft, aber mit welchem der tausend Züge kommen wir am besten in die Stadt? Gar kein Problem mit Englisch kommt man in Singapur immer weiter und wir fahren mit dem MRT ca. 40 Minuten Richtung Zentrum.

Unser Hostel das „5Footway Inn“ ist in Chinatown mitten auf dem chinesischen Nachtmarkt. Für umgerechnet 13 Euro bekommen wir einen Schlafplatz im 6 Bed Dorm und ein kontinentales Frühstück. Mit dem Hop On Hop Off Buserkunden wir die beliebtesten Stationen, wie den Botanischen Garten, die Orchard Road, Santosa Island oder die Marina Bay Quay an. Nach zwei Tagen ist unser Resümee: Singapur, eine super saubere asiatische Stadt mit europäischem Einfluss.

Unsere Route hat etwas Gestalt angenommen, nachdem wir uns mit ein paar Touristen und Einheimischen unterhalten haben.

Nächste Station Malakka, eine kleine Stadt im Süden Malaysia´s. Mit dem Bus geht es ca. 4 Stunden Richtung Nord-Westen über die Grenze nach Malaysia. Das Ticket kann man sich direkt am Busbahnhof kaufen. Handeln ist ein MUSS!

Die Altstadt wurde zum Kulturerbe erklärt und versprüht zusammen am Melakka River schon fast einen mediterrane Atmosphäre. Unser Hostel Voyage Cottage Lodge liegt direkt am Fluss und ist eine nette saubere Unterkunft für den kleinen Geldbeutel. Die Altstadt und Sehenswürdigkeiten, wie die St. Paul´s Church oder den Nachbau des Sultanspalast haben wir in einem Tag gut besichtigen können.Wer das Ganze nicht zu Fuß machen möchte, kann sich mit den knall bunten Rikschas durch die Gegend kutschieren lassen, musikalische Untermalung inklusive.

Wir verlassen die kleine Stadt abends mit dem Nachtbus und fahren acht Stunden weiter nach Kuala Besut. Wer Lust auf etwas Abenteuer und Nervenkitzel hat, ist auf dieser Strecke richtig.

Wir düsen durch den Dschungel und sind froh als wir nach einer rasanten Fahrt an unserem Zielort ankommen sind , von wo wir die Fähre auf Perhentian Island nehmen.

Das Wetter ist super, die Bootsfahrt dauert ca. 30 Minuten und wir sind im Paradies angekommen. Mit Rucksack waten wir das letzte Stück durch das glasklare türkisfarbene Wasser zum Strand. Zunächst bleiben wir 4 Nächte auf der größeren Insel Besar und wohnen im Ayumni Homestay.

Die Besitzerin Miss Lee bringt uns zu den Bungalows, die wie ein kleines Dorf angeordnet sind. Hier lernen wir zum ersten Mal unseren vierbeinigen Dorfmitbewohner, den Waran kennen, der sich meist scheu unter den Bungalows versteckt. Die Insel ist in mehrere Buchten aufgeteilt, die man mit einem Wassertaxi gut erkunden kann. Wir sind am Main Beach, wo man direkt am Strand in die überwältigende Unterwasserwelt eintauchen kann und Korallen ansehen kann. (Achtung Sonnenbrand, autsch!!!) Von dort geht unser Schnorchel Trip unter anderem zur Turtel Bay los, wo wir Riesenschildkröten in freier Wildbahn beobachten konnten.

Nach paar Tagen hatten wir genug vom entspannten Nichtstun und setzen über zur anderen kleineren Insel Perhentian Island Kecil an den berüchtigten Long Beach. Dort wird der Strand abends zur Lounge und Party Areal. Tagsüber werden Tauch- und Schnorchel Ausflüge angeboten . Diese Erfahrung lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Unser Bungalow in der Matahari Lodge war wieder super nett für knapp 10 Euro. Was will man mehr.

Knapp eine Woche im Paradies und wir nehmen schweren Herzens Abschied und fahren mit dem Minibus von Kuala Besut in die Berge zu den Cameron Highlands.

Die Fahrt dauert ca. 4 Stunden und der Minibus schlängelt sich immer höher die Serpentinen durch die Teeplantagen nach Tana Rata entlang. Direkt vor Ort quatschen dich die Leute schon an unasien_fm_01d fragen nach deiner Unterkunft und schon haben wir unsere nächste Unterkunft.

Abends schlendert man durch die kleine Stadt und geht am besten leckeres indisches Roti und Naan Brot essen.

Am nächsten Tag nehmen wir an einer Halbtages Tour teil. Wir fahren zusammen mit 8 anderen Leuten und unserem Guide Sam durch die Teeplantagen, in die Teefabrik und zum höchsten Punkt der Highlands. Von dort aus gehen wir in eine besondere Art von Regenwald, dem Mossy Forest. Die Luft ist so rein und die Temperaturen angenehm kühl mit ca. 25 Grad. Unser Guide führt uns durch die atemraubende Mooslandschaft und zeigt und erklärt uns welche Pflanzen dir im Notfall das Leben retten welche eher das Gegenteil bewirken.

Nachmittags machen wir uns auf eigene Faust los in den Dschungel, was allerdings eine weniger gute Idee ist, wenn man nur einen kleinen Spaziergang erwartet.

Wichtig: vorher unbedingt die Wanderbeschreibung im Touristenbüro lesen, sonst kommt man ungewollt auf einen zweistündigen Klettersteig durch den Dschungel. Wer noch zeit hat schaut in eine der vielen Farmen vorbei, wie der Erdbeer- oder Schmetterlingsfarm.

Und jetzt heißt es wieder Busfahren die Letzte.

Wir erreichen die Hauptstadt Kuala Lumpur und sind nach dem netten Insel- und Kleinstadtleben ganz schön beeindruckt von der Größe der Stadt.

Nicht immer ist es gut das Hostel spontan zu suchen. In dem Fall ist gerade die Formel Eins und die Stadt relativ voll. So laufen wir eine Stunde mit stetig fallender Laune durch die Stadt und finden ein günstiges Hotel in Chinatown. Trotzdem wäre mein Tipp eher die Reegea Mainson, die leider schon ausgebucht war. Ein Hostel im Kolonialstil mit Dachtrasse. Vielleicht das nächste Mal.

Kuala Lumpur hat uns kulturell gesehen eher weniger beeindruckt. Dafür war die Shopping Laune auf dem Höhepunkt. Von teuren Malls bis Handeln um jeden Rupie auf dem Nachtmarkt in Chinatown. Hier ist für jeden was dabei.

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Wer seinen Geldbeutel noch nicht ganz geplündert ist, fährt mit dem Zug eine gute halbe Stunde zu den Batu Caves. Es wimmelt dort zwar nur so von Touristen und Affen, ist aber auch wirklich ein toller Ausflug die hinduistischen Skulpturen und Tempel zu bestaunen.

Knapp zwei Wochen sind vergangen und wir verabschieden uns von Malaysia. Mit einem günstigen Flug mit Air Asia fliegen wir nach Indonesien auf Bali. Wichtig in Kuala Lumpur gibt es zwei Flughäfen, den KLIA, den man mit dem Schnellzug erreichen kann und den LCCT, der am schnellsten mit dem Bus zu erreichen ist.

 

 

Angekommen auf Bali sollte man sich auch merken immer schon etwas Bargeld in Indonesische Ruphie umgetauscht mit zunehmen,

da man das Visum von 21 Euro nur bar zahlen kann. In unserem Fall konnten wir auch mit Euro zahlen. Am Flughafen in Denpasar stehen die Taxifahrer schon bereit zum Start. Auch hier kommt man mit Handeln immer weiter. Uns verschlägt es erstmal in den Osten nach Keramas in das Komune Beach Resort. Nach Hostels und Gemeinschaftsduschen, kommen wir uns vor wie im Himmel. Luxus für ca. 40 Euro die Nacht. Die gesamte Anlage ist modern und weitläufig und es gibt alles was das Herz begehrt, von Massage über Bar bis zum Pool direkt am Meer.

Drei Tage, fünf Massagen und ich weiß nicht wie viel Fruchtcocktails später, buchen wir uns einen Fahrer für 50 Euro, der uns den ganzen Tag durch die Gegend kutschiert. Wir fahren an einer Kaffeeplantage vorbei und probieren den traditionellen Bali und Luwak Kaffee, schauen uns das für uns eher seltsame Schauspiel den Barong Tanz an und machen mittags am Batur See Halt.

Unsere Tour endet in Ubud einer Künstlerstadt im Inneren von Bali. Die Stimmung ist etwas Besonderes. An der Straße reiht sich ein Warong (traditionelles Restaurant) an das nächste und die kleinen Boutiquen und Handwerker Shops bieten von Klamotten über Schnitzereien alles an.

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Bei unserer Unterkunft haben wir wieder ein Händchen und checken in Nick´s Homestay ein. Die typischen balinesischen Häuser schauen für mich aus wie eine Tempelanlage, zumal die Gastgeber auch täglich die kleinen Opfergaben, kleine Blumenkörbchen verteilen.

Ein Muss in Ubud ist der Monkey Forest.Die Affen sind ziemlich frech und wissen genau, dass sie in den Taschen irgendwas zu fressen finden. Schmuck und Sonnenbrille, praktisch alles was blinkt gar nicht erst mitnehmen.

Für unsere letzte Station reisen wir Richtung Süden nach Kuta der Touristenort schlecht hin.

 

     Die Rollerfahrer kennen keine Regeln, nur die des Stärkeren.

Ob Gehsteig oder Straße, rechts oder links es wimmelt nur so davon. Man kann die Stadt mit Jesolo vergleichen, es ist ein Hürdenlauf entweder Straßenhändler, Taxifahrern z.B. im Sky Garden.

Praktisch ist auch, dass wir im Kayun Hostel nur eine Nebenstraße von der Hauptstraße wohnen und alles schnell zu Fuß erreichen können.

Nach drei Wochen ist unsere Reise in Asien leider Ende. Wir haben tolle Erfahrungen und Erlebnisse gemacht, viele nette Leute kennengelernt und einen perfekten Mix aus Stadt, Natur und Kultur       gehabt.

 

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