Viva Las Vegas

Hinflug

Meine Kollegen und ich arbeiten als Reisespezialisten, wir buchen individuelle Urlaubsreisen. Da macht es ja Sinn, sich von den gefragtesten Reisezielen auch selbst ein Bild zu machen. Es ist der 31. Januar und ich mache mich vom Flughafen München aus auf den Weg nach Sin City Las Vegas, wo ich meine Freundin für ein Wochenende mit Freunden treffen werde.

Ich habe einen Zwischenstopp in Chicago. Das heißt für mich, in Chicago durch den Zoll gehen und meine Tasche neu einchecken (d.h. an einem Fließband auf meine Tasche warten, sie nehmen und 20 Meter weiter aufs nächste Fließband legen). Der ganze Prozess dauert dieses Mal 1 Stunde, was meiner Meinung nach eher human ist. (Wenn man in den USA umsteigt, sollte man immer mindestens 2 bis 3 Stunden Umsteigezeit einplanen, da die Schlange, bevor man zum Fototermin/Fingerabrücke nehmen sowie den freundlichen TSA Mitarbeiter davon überzeugen, dass man nur zum Urlaub machen in die USA einreisen will, entsprechend lang ist).

Mein Tipp: Wenn möglich einen Flug finden, bei dem man in Europa umsteigt, um dann direkt zu seinem endgültigen Ziel in den USA zu fliegen. Man muss zwar trotzdem durch den Zoll gehen, aber man muss sich keine Sorgen um seinen Anschlussflug dabei machen.

Flughafen

Am Flughafen von Las Vegas angekommen bemerkt man sofort, dass man richtig ist. Überall hängen überdimensionale Poster von Shows, die man besuchen kann. Der Flughafen ist voll mit Glücksspielmaschinen und in jeder Ecke des Flughafens läuft Musik.

Der Flug meiner Freundin hat Verspätung, also setzte ich mich vor den Ausgang, aus dem sie rauskommen sollte, und warte. In Las Vegas ist immer was los und es reisen Menschen aus aller Welt täglich nach Sin City, um ihr Geld auf den Kopf zu hauen. Aus diesem Grund wird mir am Flughafen auch nicht langweilig, da viele interessante Menschen an mir vorbeikommen und ich teilweise aus dem Staunen gar nicht mehr rauskomme.

1 Stunde später kommt meine Freundin an. Wir sind beide ziemlich geschafft von unseren Flügen, aber freuen uns auf das Wochenende. Wir gehen raus zu den Taxis und finden eine schier unendlich lange Schlange. Es kommen aber gleichzeitig eine unglaubliche Zahl von Taxen am Flughafen an, sodass die Schlage sich ständig bewegt und wir nach nur 15 Minuten und mehreren „please move along Sir“ auf dem Weg zum Hotel sind.

Zum Hotel

Wir haben uns mit 7 Freunden über eine Bekannte, die ihr eigenes Reisebüro spezialisiert auf Las Vegas hat (http://www.team-kaizen.com/), eine Suite im Elara Hotel gebucht. Wir sind einer der ersten im Hotel. Nachdem wir eingecheckt haben, gehen wir in unsere Hotelsuite. Unsere Freunde kommen alle nach und nach an, manche kommen mit dem Auto aus Californien, andere kommen mit dem Flugzeug (in Las Vegas kann man kostenlos sein Auto in den hoteleigenen Parkhäusern abstellen, was etwas Besonderes für die USA ist).

Ansonsten sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass man in Las Vegas in den meisten Hotels sein Zimmer immer erst ab 15:00 Uhr beziehen kann. Dafür kann man auch am Tag, an dem man auscheckt, bis 13:00 Uhr im Zimmer bleiben, wenn man das am Vortag angemeldet hat.

Abendprogramm

Abends kann man in Las Vegas unglaublich viele verschiedenen Sachen machen. Das Angebot geht von den Klassikern wie Glücksspiel, das so ziemlich jedes Hotel mit seinem eigenen Casino anbietet, über Entertainment-Shows von berühmten Sängern wie z.B. Cher oder Illusionisten wie David Copperfield oder die amerikanische Version der Blue Man Group.

Man kann auch unglaublich gut zu Abend essen in der „Stadt der Sünden“. Mein persönlicher Favorit ist das Gordon Ramsay BurGR im Planet Hollywood. Dort gibt es die besten Burger, die ich in meinem Leben gegessen habe. Neben den klassischen Pommes und  einigen anderen sehr kreativen Beilagen gibt es noch eine Auswahl toller Biere. Die Preise dort sind sehr fair.

Des weiteren kann man in den unzähligen Clubs in Vegas viele internationale DJ-Größen wie z.B. Kaskade, Avici oder Deadmau5 sehen. Wenn man vor hat, einen der größern Clubs zu besuchen, sollte man sich auf die Gästeliste setzen lassen (ich mache das immer über http://www.team-kaizen.com/), dann muss man meistens nicht so lange anstehen und man kommt sicher rein. Außerdem sollte man mindestens so viel Frauen wie Männer in der Gruppe haben, da eine Gruppe mit mehr Männern auch gerne vom Türsteher einfach nicht reingelassen wird.

Wenn man nicht weiß, in welchen Club man gehen soll, macht es teilweise Sinn, in den Abendstunden einfach mal den Strip rauf und runter zu laufen, da dort viele Promoter rumlaufen, die mehr oder weniger tolle Angeboten für Clubs an diesem Abend haben.

Falls es einer der vielen Stripclubs sein soll, empfehle ich, dass man sich auf jeden Fall einen Promoter auf dem Strip sucht. Denn der kann einem dann eine Limousine zu dem Stripclub besorgen, da die Clubs immer eher außerhalb des Strips liegen und nicht so einfach zu Fuß zu erreichen sind.

Tagesprogramm

Wenn man es schafft, sich aus dem Bett zu schälen, kann man tagsüber auch einiges entdecken. Vom hoteleigenen Pool, der je nach Hotel auch sehr üppig ausfällt, über ganz tolle Buffets mit „Bottemless Mimosas“ bis zu genialen Day-Partys auf den Hochhäuseren über der Stadt.

Auch einfach mal den Strip ablaufen hat seine Reize – dort sind immer interessante Menschen (z.B. alte Römer, Elvis und andere dubiose berühmte Figuren, die gegen eine kleine Spende Fotos mit einem machen wollen), unterwegs. In Nevada darf man auch als einer der einzigen Staaten in den USA in der Öffentlichkeit trinken und als Deutscher fühlt man sich praktisch wie zu Hause.

Abseits vom Strip

Ich muss sagen, ich war erst einmal abseits vom Strip. Ich finde, es wird einem aber dort erst richtig klar, dass man mitten in der Wüste ist, es gibt kein Gras, sondern nur Sand und Steine soweit das Auge reicht. Es gibt abseits vom Strip viele recht schöne Wohnungen, aber meiner Meinung nach ist es für Touristen eher uninteressant.

Empfehlungen

  • Restaurants: Gorden Ramsey’s BurGR im Planet Hollywood
  • Clubs: Marqee im Cosmopolitan (Day and Nightparty’s) oder XS (Nightparty’s)
  • Strip (Shopping und Verpflegung): Miracle Mile Aria/Planet Hollywood)
  • Hotel: Elara, Cesaers, Planet Hollywood
  • Ansprechpartner: Leon Seidl hm-touristik (deutsch) oder Shella http://www.team-kaizen.com/ (english)

Fazit

Las Vegas macht sehr viel Spaß und man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Ich persönlich finde aber, dass es ein bisschen viel ist für mehr als ein paar Tage. Man ist dort einer konstanten Reizüberflutung ausgesetzt, die ich mir nicht mehr als 3-4 Tage antun würde.

Außerdem ist es natürlich immer sehr heiß in der Wüste und die Luft ist unglaublich trocken.

so far….

1 Kommentar

  1. Ich war dort auch nur 4 Tage und muss sagen, dass man in der Zeit relativ viel von Vegas gesehen hat. Aber nichts desto trotz eine wirklich bereisenswerte Stadt!

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