Atemberaubendes Namibia

11 Tage Rundreise „Namibian Adventurer“ mit Chameleon Safaris

DaDSC_0001s riesige Land Namibia, welches einst die deutsche Kolonie Südwestafrika war und etwa doppelt so groß als Deutschland mit nur ca. 2,3 Millionen Einwohnern ist, hat viele schöne Landschaften und eine atemberaubende Tierwelt zu bieten. Auf einer früheren Reise habe ich schon einiges von Namibia sehen können. Bei meiner 11-tägigen Tour mit Chameleon Safaris habe ich viele neue Seiten des Landes und seiner zahlreichen Bevölkerungsgruppen kennen gelernt.
Nach der Ankunft in Windhoek wurde ich vom internationalen Flughafen Hosea Kutako zum Chameleon Guesthouse&Backpacker gebracht. Im Gästehaus wurde ich freundlich von den Mitarbeitern in Empfang genommen und später auch von Jackie, der Eigentümerin des Gästehauses und des Tourveranstalters, persönlich begrüßt. Jackie und auch Ihre Nichte Claire, die ebenfalls dort arbeitet, habe ich im Jahr davor auf der südafrikanischen Tourismusmesse in Durban kennen gelernt. Auch meine deutsche Zimmerkollegin für die Dauer der gesamten Tour war anwesend und wir sind schnell ins Gespräch gekommen. Da im Guesthouse eine sehr lockere und freundliche Atmosphäre herrscht, kommt man schnell mit den anderen Gästen in Kontakt und kann sich über seine Reiserfahrungen und Pläne austauschen. Die vom Guesthouse veranstalteten BBQ Abende und Quizabende tragen ebenso dazu bei. Das Gästehaus befindet sich nur ein paar Minuten zu Fuß von der Innenstadt von Windhoek entfernt. Für die Gäste werden zahlreiche Aktivitäten wie Biketouren, Stadt- und Townshiptouren, Mithelfen in einer Suppenküche oder Reitausflüge angeboten.

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Etosha National Park

Am nächsten Morgen begann die Abenteuertour mit der Fahrt im Safaritruck in Richtung Etosha Nationalpark. Schnell hat jeder seinen Platz im Fahrzeug gefunden und hat es sich bequem gemacht. Nach ein paar Stunden Fahrt mit kurzen Pausen sind wir am Nachmittag am südlichen Eingangstor – dem Anderson Gate – in den Park hinein gefahren. Und schon beginnt der Game Drive (Wildbeobachtungsfahrt). Neben den Big Five kann man zahlreiche Tiere wie zum Beispiel verschiedene Antilopenarten – zu denen auch das Nationaltier die Oryxantilope zählt – Gnus, Giraffen, Strauße, viele Vogelarten, Hyänen und große Herden von Zebras sehen. Unser Ziel für die Übernachtung ist das Camp Halali mit verschiedDSC_0316enen Unterkunftsmöglichkeiten, Restaurant, kleiner Shop und einem beleuchteten Wasserloch, wo wir am Abend vier Nashörner beobachten konnten. Auch am nächsten Tag stand der Etosha Nationalpark auf dem Programm. Wir haben uns die Etosha Salzpfanne näher angeschaut und von unserer Fahrerin und unserem Guide viele interessante Dinge zu Flora und Fauna erfahren. Ein großes Highlight ist immer das Beobachten einer Löwenfamilie oder einen der großen Dickhäuter aus nächster Nähe zu sehen. Während des  Sonnenunterganges haben wir den Park verlassen und die Nacht im Etosha Taleni Village in permanenten Safari Zelten verbracht. Das Abendessen war grandios – frisch gegrilltes Fleisch nicht nur von Rind, Schwein oder Geflügel sondern auch vom Zebra, Gnu, Antilope und anderen Wildtieren.

 

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Das Land und seine Einwohner

Der nächste Tag brachte schnell wechselnde Landschaften und den Kontakt zu verschiedenen Urvölkern des Landes. Nach ca.1,5 Fahrstunden haben wir die Teerstraße verlassen, um in südlicher Richtung durch das „ländliche“ Namibia in Richtung des am Atlantischen Ozean gelegenen sehr deutschen Städtchens Swakopmund zu gelangen. Auf dem Weg haben wir Stops bei den kleinen Marktständen der verschiedenen Volksgruppen wie den Herero, Damara und Himba gemacht, die Ihre selbst angefertigten Sachen, wie kleine Taschen, Puppen, Kissenhüllen, Ketten, Armreifen und andere Dinge den Touristen angeboten haben. DSC_0435DSC_0451

Wer etwas kauft, kann dann auch Photos von den Menschen machen. Ansonsten fragen sie nach ein paar Dollar. Für den Mitteleuropäer ist es sehr interessant zu sehen, wie diese Menschen in der kargen Landschaft mit dem Wenigen leben, was Ihnen die Natur bietet. Der Brandberg mit seinen 2606 Metern ist der höchste Berg Namibias. Auf der Fahrt ist er schon von weitem zu sehen und begleitet uns für ein ganzes Stück auf dem Weg in die immer kargere Landschaft, die zum Schluß in die Wüste übergeht. Kurz vor Erreichen der Küste empfing uns eine Nebelwand und mit ihr ein ziemlich großer Temperaturunterschied von ca. 25 Grad weniger als im Landesinneren. Die Küste wird aufgrund der vielen Schiffswracks auch Skelettküste genannt. DSC_0467In Swakopmund in der Pension Hotel á la Mer angekommen, hört man auch schon die vertraute deutsche Sprache. Swakopmund ist mit seinen vielen deutsch sprechenden Einwohnern sowie der deutschen Kolonialarchitektur fast wie eine deutsche Kleinstadt in Norddeutschland. Swakopmund gilt als Abenteuerhauptstadt Namibias. Hier kann man Skydiven, Quadfahren, Sandboarden, Kamelreiten, Bootsfahrten machen oder einfach am Strand die Seele baumeln lassen. DSC_0640

Die uns zur Verfügung stehende Zeit (2,5 Tage) ist so im Nu vorbei gewesen. Am letzten Tag hat sich dann auch wieder die Sonne vom strahlend blauen Himmel gezeigt. Mit etwas Glück kann man vom langen Steg aus Delphine und sogar vorbeischwimmende Wale sehen. Am Nachmittag brachte uns ein Transfer zurück nach Windhoek, wo wir einen weiteren vollen Tag zum relaxen am Pool oder für Aktivitäten in und um Windhoek nutzen konnten.

 

Namib Wüste

Die letzten drei Tage dieses Rundreiseabenteuers führte uns in die Namib Wüste – die älteste Wüste der Welt. Wieder fuhren wir durch verschiedene Landschaften Richtung Süden, zuerst noch eine Stunde auf einer gut ausgebauten Teerstraße und dann auf einer guten Schotterstraße. Die Landschaft wechselt sich von einer hügeligen und grünen Umgebung bis hin zu einer kargeren fast canyonartigen Gebirgslandschaft ab bis man von weitem die ersten Dünen der Namib sieht. Gleich hinter dem Parkeingang befindet sich das Sesriem Camp für die kommenden 2 Übernachtungen in Zelten. Zuerst wurden die Zelte aufgebaut, was mit Hilfe des Fahrers und Guides und der anderen Mitreisenden recht schnell ging und dann gab es das stärkende Mittagessen. Danach ist genügend Zeit um das Camp mit seinem Pool zu erkunden, ein kühles Getränk an der Bar zu nehmen oder einfach zu relaxen. Am späteren Nachmittag sind wir zum Elim Düne gefahren, um diese für einen tollen Sonnenuntergang zu erklimmen. Man sollte ein wenig Kondition mitbringen, da es hinter der nächsten Dünenkuppe immer noch weiter geht bis man endlich die höchste Stelle erreicht hat und den Sonnenuntergang genießen kann. Auf der Wanderung kann man mit etwas Glück auch eine Oryx Antilope in den Dünentälern sehen. Schnell wird es dunkel und der Weg herunter zurück zum Fahrzeug geht bergab natürlich viel schneller. Zurück im Camp hatte unser Fahrer schon ein traditionelles Namibia BBQ vorbereitet. Der Abend klingt am Lagerfeuer mit einem Becher Wein und Marshmallows aus. Nach einer kurzen Nacht gab es noch im Dunkeln einen Tee, Kaffee oder Snack bevor es zur berühmten Düne 45 geht, um von hier aus den Sonnenaufgang zu beobachten. Viele gehen bis zur höchsten Stelle, aber auch von weiter unten kann man die grandiose Landschaft erwachen sehen.  DSC_0789Danach stärkten wir uns bei einem guten Frühstück am Fuße der Düne. Die Fahrt ging weiter durch das Tal der Dünen. Fast am Ende des Tales kommt man dann nicht mehr weiter und nimmt einen 4×4 Transfer nach Sossusvlei mit dem Dead Vlei und der höchsten Düne namens Big Daddy.

DSC_0785Die Sonne brannte unermüdlich vom blauen Himmel und man sollte ausreichend Wasser, gute Schuhe und eine Kopfbedeckung dabei haben. Wir gingen ins Dead Vlei, welches einmal der Endpunkt des Tsauchab Flusses war. Im Dead Vlei prägen viele abgestorbene Kameldornbäume die bizarre Landschaft. Die Farben sind einfach atemberaubend: tiefes Blau des Himmels, Roter Sand der Dünen und heller rissiger Lehmboden in der Senke (Vlei).

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Mit diesen beeindruckenden Bildern im Kopf liefen wir weiter ins Nara Vlei mit seinen schattenspendenden Bäumen. Hier kann man Big Mama erklimmen, vorausgesetzt die Luft reicht noch. Danach ging es mit dem 4×4 Transfer zurück zu unserem Bus und wir fuhren durch das Tal der Dünen zurück zu unserem Camp am Parkeingang. Dort stärkten wir uns mit selbstgemachten Sandwiches und hatten den Nachmittag zur freien Verfügung. Ich habe diese Zeit für ein erfrischendes Bad im Pool genutzt. Am späten Nachmittag sind wir zum Sesriem Canyon gefahren. Der bis zu 30 Meter tiefe Canyon ist an manchen Stellen nur zwei Meter breit und hat eine permanente Wasserstelle. Bis zu dieser Wasserstelle sind wir gelaufen und das letzte Stück mussten wir sogar ein wenig über die großen Steine klettern. Als wir dann wieder heraufgelaufen waren und oben angekommen sind, war gerade die Sonne untergegangen und wir konnten noch ein schönes Farbenspiel am Horizont bewundern. Zurück im Camp gab es Abendessen und der Abend klang ruhig am Lagerfeuer mit den Erinnerungen des Tages aus.

 

Cheetah Conservation

Am nächsten Morgen haben wir alles zusammengepackt, gut gefrühstückt und sind dann in nördlicher Richtung nach Solitär gefahren. Gleich hinter den Parkgrenzen bremste unser Fahrer, da er direkt auf dem Weg eine kleine Cobra gesehen hat. Er hat den Bus ein kleines Stück zurück gesetzt, sodass jeder einen guten Blick auf die Schlange hatte. Mit diesem seltenen Bild ging es dann weiter nach Solitaire zum letzten Höhepunkt der Tour. Solitaire ist eine Kleinstsiedlung und besteht nur aus einer Tankstelle, Restaurant, einer Lodge mit Zeltplatz und dem einzigen Lebensmittelladen zischen der Küstenstadt Walvis Bay und der Hauptstadt Windhoek sowie zwischen Walvis Bay und den Dünen von Sossuslvei und ist somit ein wichtiger Rast- und Versorgungspunkt. Ausserdem befindet sich dort die Solitaire Guest Farm Desert Ranch, wo man nicht nur ein paar Tage ausspannen kann, sondern auch das Namib Carnivore Conservation Centre besuchen kann. Wir haben eine Cheetah Tracking Safari gemacht, bei der man die Geparden aus nächster Nähe anschauen kann. In einem sehr großen eingezäunten Areal sind fünf bis sechs Geparden. Die kranken oder verletzten Tiere wieder für ein Leben in freier Wildbahn vorbereitet. Mit einem Truck fuhren wir in das riesige Gehege und die Biologin, die uns alles zu den Tieren erklärte, hatte einen Empfänger und versuchte so die Tiere, die alle ein Sendehalsband tragen, zu orten. Schnell hatte sie zwei der Tiere gefunden und wir stiegen aus dem Fahrzeug aus. Wir gingen mit ihr näher an die Tiere heran und konnten die relaxten Tiere aus einer Entfernung von etwa 5 Metern beobachten.

DSC_0964Nach diesem einmaligem Erlebnis fuhren wir weiter zurück nach Windhoek. Am Nachtmittag kamen wir wieder im Chameleon Guesthouse an. Am letzten Abend in Windhoek hatte sich unser Guide noch einmal Zeit genommen und uns zu einem lokalen Markt geführt, wo nur die Einheimischen und keine Touristen zu finden sind. Am Abend sind nur noch die Grillstände offen, wo kiloweise Rindfleisch in kleinen Stückchen gegrillt wird. Man sagt für wie viel Geld man gegrilltes Fleisch haben möchte und ist es dann gleich an Ort und Stelle. Man kann das Fleisch auch in Zeitungspapier eingewickelt zur benachbarten Bar mitnehmen und ein Bier dazu trinken. Auf dem Weg zurück zur zum Guesthouse nahmen wir einen kleinen Umweg durch die Townships. Trotz der Dunkelheit und mit den Erzählungen des Guides konnte man gut sehen unter welchen widrigen Umständen die Menschen dort Leben und Ihren harten Alltag bestreiten.
Nun war das Abschiednehmen da und alle Teilnehmer der Tour blickten auf tolle und erlebnisreiche Tage in Namibia zurück. Nun war es Zeit, um mit dem bei der Tour enthaltenen Transfer zum Flughafen zu fahren. Für mich ist klar – ich werde wieder nach Namibia kommen und dieses riesige Land mit seinen tollen Landschaften und freundlichen Menschen bereisen.

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