Eine Reise durch Samoa oder woher kommt eigentlich der Käsekuchen?

Ich hatte schon irgendwann davon gehört, dass Deutschland in der Südsee eine Kolonie hatte, doch so richtig bewusst war es mir nicht und ich hatte mich auch noch nie ausführlich damit befasst. samoa-3

Das änderte sich nach meiner Inforeise nach Samoa, wo ich sieben Tage verbringen durfte. Ich hatte bis jetzt schon Französisch Polynesien, Fidschi und die Cook Islands in der Südsee besucht, aber Samoa ist eine ganz besonderes Ziel in der Südsee.

Geografie der Inseln und wie nutze ich das mobile Internet?

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Samoa besteht aus zwei großen Inseln: Upolu und Savai‘i und mehreren kleinen Inseln. Die Hauptstadt Apia liegt auf Upolu. In Apia angekommen, besorge ich mir am Flughafen erst einmal eine Prepaid Karte von Digicel – das ist die günstigste Alternative (ca. 20 Euro), um die eine Woche wenigstens ab und an mal das Internet zu nutzen. In den Hotels gibt es zwar WIFI, aber das kostet meistens extra und ist wesentlich teurer als die Digicel Karte.

Unsere Reisegruppe fährt erst einmal quer über die ganze Insel in Richtung Süden zu unserer Unterkunft. Wir sehen uns in den ersten drei Tagen einige der Hotels an der Südküste an.

Die Fahrt durch das Landesinnere ist sehr abwechslungsreich. Wir fahren vorbei an kleineren Dörfern mit üppiger Vegetation,  durch sanfte Täler mit regenwaldbedeckten Bergen rechts und links. Ab und an erhaschen wir einen atemberaubenden Blick auf das weit entfernte Meer.

Das deutsche Erbe und die Stille

Als wir zwischendrin kurz anhalten und aussteigen, hören wir nur eines: Stille – bis der nächste Bus oder ein Taxi vorbeikommt. Was mir auffällt ist, dass die Straßen in einem erstaunlich gutem Zustand sind. Kein Wunder – 14 Jahre deutsche Kolonie in Samoa (1900-1914) haben ein paar Spuren hinterlassen. Viele ddsc_0014_14er Straßen sind noch Überbleibsel aus dieser Zeit. Auch werden die Grundstücke und Gärten, die man sieht, penibel ordentlich gehalten – teilweise erinnert das ein bisschen an die Art unserer Schrebergärten.

Die 4 Sterne Hotels an der Südküste sind alle überwiegend schön und gut gelegen. Besucht haben wir das Aga Reef Resort, das Le Vasa Resort, Return to Paradise Resort, Saletoga Sands, Aga Reef Resort, Sinalei Resort und Spa, das Sheraton Samoa Aggie Grey´s Resort und das Seabreeze Resort.

Das Seabreeze Resort

Besonders hervorheben möchte ich das Seabreeze Resort, das mit seinen wirklich tollen Unterkünften, dem sehr persönlichen Service und dem guten Essen dort punkten kann. Der einzige Nachteil ist, dass es nur einen kleinen Strand gibt. Aber das ist nicht weiter schlimm, denn ein schöner Strand ist gleich nebenan und der Lalomano Beach (schönster Strand von Upolu) ist ca. 15 Minuten mit dem Auto entfernt.

„To Sua Ocean Trech“  –  der versteckte Seedsc_0017_15

Besonders zu erwähnen ist auch „To Sua Ocean Trech“  –  der versteckte See. Ein kleines Juwel Upolus. Das ist eine grüne Lagune inmitten eines erloschenen Kraters. Über eine steile Treppe steigt man nach unten und kann in diesem grünlich schimmernden Wasser baden. Im Anschluss daran setzt man sich einfach in eine der offenen Fale zum Pisamoa-4cknicken und genießt den Blick über die langgezogene Steilküste.

Käsekuchen auf Samoa

Nach drei Tagen in Apia verbringen wir zwei Nächte im Sheraton Aggie und dort habe ich ein besonderes Erlebnis – nach einem üppigen Abendessen vom Buffet will ich mir noch einen kleinen Nachtisch holen und wähle ein paar Früchte. Daraufhin sagt mir einer der Angestellten, ich solle doch unbedingt den Käsekuchen probieren. Ich sage, dass ich hier in Samoa eigentlich eher keinen Käsekuchen essen möchte, da ich diesen zu Hause zur Genüge bekomme.

Was ihn wiederum verwunderte, weil der Käsekuchen zu einer samoanischen Spezialität gehört und er auch der festen Überzeugung ist, dass der Käsekuchen seinen Ursprung in Samoa hat. Genauso wie der Samoanische Schokoladenkuchen, den es auch in fast jedem Hotel als Nachspeise gibt.

Sei es drum –samoa-6-3 ich habe dann probiert und er war tatsächlich sehr lecker und geschmacklich fast so, wie der in Deutschland. Nur muss ich sowohl Deutsche als auch Samoaner enttäuschen – der Käsekuchen hat seinen Ursprung, soweit ich weiß, aus Griechenland.

Und was den Tala angeht – die Währung in Samoa – werde ich irgendwie den Verdacht nicht los, dass auch die Währung deutsche Wurzeln hat. Phonetisch jedenfalls klingt Tala fast wie Taler.

 

Informationen zur Anreise:

Flüge von Deutschland nach Australien oder Neuseeland z.B. mit Singapore Airlines, Cathay Pacific oder Air New Zealand. Weiter dann mit Virgin Australia (bzw. Virgin Samoa) Fiji Airways oder Air New Zealand nach Apia

Tägliche Fährverbindungen zwischen den beiden Inseln Upolu und Savaii

Informationen zu Samoa: http://www.samoa.travel/

 

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