Usbekistan Rundreise Hotel & Camp; Kamel

13 Tage Rundreise mit Kameltrek

Höhepunkte der Seidenstraße

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Usbekistan 41.377491, 64.585262 Usbekistan (Routenplaner)

 

Usbekistan vereinigt in sich zwei uralte Kulturtraditionen: Die der Nomaden und jene, die an die Bujuk Ipak Yo’li – die Große Seidenstraße – geknüpft ist. Von beiden Welten vermittelt diese spannende Erlebnisreise ein umfassendes Bild.
Das Herz der Tour bildet ein Kameltrek in die Kyzylkum-Wüste. Unterwegs treffen wir auf Halbnomaden, deren Leben in vielem noch dem ihrer Vorfahren ähnelt und die es zugleich verstehen, die Traditionen mit modernen Aufzuchtmethoden zu vereinen.
Mit Taschkent, Samarkand, Buchara und Chiwa sehen wir die einstigen Perlen der Seidenstraße, allesamt bedeutende Zentren einer Jahrtausende alten Handelskultur, deren Wesen der Austausch war. Der umfasste neben Waren aller Art – die heißbegehrte Seide war nur ein Handelsgut unter vielen – auch Ideen. Nicht umsonst zog das weltoffene und tolerante Klima dieser pulsierenden Metropolen Gelehrte und Dichter an. Mit ihnen schmückten sich Herrscher wie Timur oder Ulugbek ebenso wie mit den prachtvoll dekorierten Mausoleen, Moscheen und Palästen am Registan-Platz in Samarkand und anderswo.
Für den zweitägigen Kameltrek ist keine Reiterfahrung notwendig. Das Gepäck reist jeweils in einem Begleitfahrzeug oder auf einem Lasttier mit. Der dritte Wüstentag gibt Gelegenheit zum Baden im Aydarkul-See. Ein gewisses Durchhaltevermögen erfordern die mitunter langen Fahrstrecken.

 Höhepunkte

  • 13-tägige umfassende Erlebnisreise auf der Seidenstraße in Usbekistan
  • lebendige Seidenstraßen-Kultur in Samarkand, Buchara, Chiwa, Shahr-e Sabs
  • ausführliche Erkundung historischer Mausoleen, Moscheen und Paläste
  • 2-tägiges gemütliches Trekking mit Reitkamelen zu Halbnomaden und Schafzüchtern
  • Gelegenheit zum Bad im Wüstensee Aidarkul

Reiseplan

TageBeschreibungMahlzeiten
1. Tag - 2. TagFlug von Frankfurt nach Taschkent, Ankunft dort am Abend und Transfer ins Hotel. Am nächsten Vormittag unternehmen wir einen Streifzug durch die Hauptstadt Usbekistans, deren Alltag bestimmt ist vom Brückenschlag zwischen Europa und dem Orient. Junge Leute in westlicher Designermode gehören hier ebenso zum Straßenbild wie verschleierte Frauen. Das Erbe der Sowjetzeit äußert sich auf den ersten Blick vor allem in der Architektur – nach einem schweren Erdbeben in den sechziger Jahren mussten große Teile der Stadt neu aufgebaut werden. Die Unabhängigkeit sorgt seit 1991 für bislang ungewohnte Akzente in Form moderner Glasbauten. Gleichzeitig zeigt etwa das Parlamentsgebäude eine Rückbesinnung auf traditionelle Kuppelkonstruktionen.
Bei unserer Erkundung der Stadt konzentrieren wir uns besonders auf die noch erhaltenen Bauwerke der Shaibaniden, einer Dynastie, deren verschiedene Zweige Jahrhunderte lang die Geschicke Usbekistans bestimmten. In diese Zeit gehören etwa die Madrasah (Koranschule) Barak Khan und das einfache, ehemals jedoch reich verzierte Backsteinmausoleum des islamischen Gelehrten Abu Bakr Kaffal Shashi. In einem alten Adelshaus hat das Museum für Angewandte Kunst eine stilvolle Heimat gefunden. Dort begegnet uns das reichhaltige kunsthandwerkliche Repertoire Uzbekistans.
An die Tradition eines jahrhundertealten Handelszentrums an der Großen Seidenstraße knüpft der städtische Basar an, überdacht von einer weitläufigen modernen Markthalle. Er liegt ganz in der Nähe der Metrostation Khorsu. Die erste Untergrundbahn Mittelasiens – erdbebensicher gebaut und mit aufwändig gestalteten Bahnhöfen, die in immer neuen Variationen das Thema Baumwolle illustrieren – ist längst selbst zu einer Sehenswürdigkeit geworden, die auch wir uns nicht entgehen lassen wollen, sofern sich die Möglichkeit zu einer Metrofahrt ergibt.
Am späteren Nachmittag machen wir uns auf den Weg nach Samarkand, das wir gegen Abend erreichen.
(F/-/A)
3. Tag - 4. Tag"Glanzvolles Antlitz der Erde" lautet der stolze Beiname Samarkands. Mehr als 2500 Jahre Geschichte machen es zu einer der ältesten Städte der Welt. Nirgendwo anders als hier nehmen die Märchen aus Tausendundeiner Nacht ihren Anfang. Samarkand, ehemals eine der glanzvollsten Stationen entlang der Großen Seidenstraße, blühendes Kultur- und Handelszentrum im Schnittpunkt der Karawanenwege, ist heute eine moderne Großstadt, die nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat.
Den unbestrittenen architektonischen Höhepunkt bildet der Registan im Herzen Samarkands: Von Timur, dem Dshingis Khan (Dschingis Khan) des 14. Jahrhunderts, zum Handelszentrum seiner Reichshauptstadt erkoren und anschließend von seinem Sohn Ulugbek repräsentativ ausgebaut, wird der Platz gleich von drei reich verzierten und gewaltig großen Madaris (Koranschulen) flankiert. Sie schmückten den Mittelpunkt eines gigantischen Imperiums, das sich zeitweise vom Ganges bis zum Mittelmeer erstreckte
Kaum weniger prachtvoll sind die anderen Bauwerke, die auf unserem Weg liegen: das Gur Emir oder "Grab des Gebieters", in dem der als grausamer Eroberer gefürchtete und als verschwenderischer Bauherr gepriesene Timur begraben liegt; die Moschee Bibi Khanum, geschaffen von den fähigsten Architekten und Handwerkern des mittelalterlichen Orient und dennoch aufgrund ihrer kolossalen Ausmaße und wiederholter Erdbeben schon bald nach ihrer Fertigstellung in Teilen zusammengestürzt; die Sternwarte des Ulugbek, Ausdruck der hochkarätigen Wissenschaftstradition Samarkands; schließlich die Gräberstraße Shah-e-Sinda mit ihrem märchenhaften Dekor aus vielfarbigen Majolika-Fliesen.
Am nächsten Tag unternehmen wir einen Ausflug nach (Shahr-e Sabs). Da der kürzere, aber landschaftlich auch schönere Weg über einen Pass für Busse gesperrt ist, mieten wir für diesen Tag lokale Fahrzeuge an. Die Geburtsstadt Timurs wird beherrscht von den mächtigen Ruinen des Ak Sarai, des Weißen Palastes, der eigentlich himmelblau war – sein Name hatte, wie so oft in Uzbekistan, symbolische Bedeutung und diente hier als Ehrentitel. Noch in ihrem Verfall zeugt die prächtige Sommerresidenz Timurs von ihren ehemals riesigen Ausmaßen.
Zurück in Samarkand, genießen wir am Abend landestypische Speisen in einem typisch usbekischen Ambiente.
(F/-/A)
5. Tag - 8. TagHeute lassen wir die Welt der Handelsstädte hinter uns und wenden uns jener Wüste zu, die den bei weitem größten Teil des heutigen Staatsgebietes von Uzbekistan ausmacht: Kyzylkum, das heißt roter Sand. Der ist allerdings – von einem gelegentlichen rötlichen Schimmern abgesehen – ebenso wenig rot, wie der Sand der weiter südlich gelegenen Karakum schwarz ist. Auch in diesem Fall tragen die Namen eher symbolischen Charakter.
Von Samarkand fahren wir nach Yangikazgan und weiter in ein benachbartes Jurtenlager, wo wir die Nacht in der behaglichen Rundung einer traditionellen Filzdeckenjurte (Gemeinschaftsjurte) verbringen. Vielleicht trinken wir einen Kumys, ein belebendes Getränk aus vergorener Stutenmilch, mit dem sich die Steppenvölker Zentralasiens seit jeher stärken.
Am nächsten Morgen bricht unsere kleine Karawane auf in die Weite der Kyzylkum. Vor uns öffnet sich eine ausgedehnte, dürftig von Kameldornbüschen gekleidete Dünenlandschaft. Diese Wüste ist keineswegs vegetationslos. Immer wieder stoßen wir auf Gräser, Sträucher, Tamarisken und Sandakazien. Mit ihren sehr tiefen oder horizontal weitverzweigten Wurzelsystemen haben sie sich ideal an die extremen Klimabedingungen angepasst. Der insgesamt spärliche Regen fällt vor allem im Frühjahr. Dann verwandelt sich die Kyzylkum wie durch ein Wunder für kurze Zeit in einen wogenden Grasteppich.
Die Vegetation, so dünn sie auch die meiste Zeit des Jahres sein mag, ermöglicht eine z. T. recht umfangreiche Viehhaltung. Nach einer ersten Übernachtung an Salzseen, auf die wir mitten in der Wüste treffen, schlagen wir unser zweites Lager in der Nähe eines Nomadenlagers bzw. einer Schafszuchtstation auf und lernen so das hiesige Hirtenleben kennen, das jahrhundertealte Traditionen und moderne Aufzuchtmethoden vereint.
Auch Kamelherden gibt es in dieser Region. Wundern Sie sich aber nicht, wenn die sich rar machen: Die Tiere sind wild und fast das ganze Jahr über auf der Weide. Nur im Februar und März treiben die Hirten sie zusammen, um ihnen das Fell zu schneiden. Die Kyzylkum war einer jener Nährböden für Karawanenführer, die in der Lage waren, die mörderischen Strapazen der Großen Seidenstraße zu überstehen und in endlosen sechs bis acht Jahren einen schwer beladenen Lastenzug ohne allzu große Verluste von China ans Mittelmeer und wieder zurück zu geleiten.
Unsere Route ist da wesentlich bescheidener. Dennoch bekommen wir einen lebendigen Eindruck von der Wüste und ihren Bewohnern. Am 8. Reisetag machen wir uns – nun wieder per Auto – zum Adarkul-See auf, wo wir gern die Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad nutzen, und fahren anschließend weiter nach Buchara.
(F/-/A)
9. Tag - 11. TagMit unserer Ankunft in Buchara am Nachmittag kehren wir zurück in die glanzvolle Zeit der Seidenstraße. Um die Stadt legt sich eine fruchtbare Oase aus, getränkt vom Wasser des Sarafshan. Der Ort lebt heute vor allem von der Baumwollverarbeitung.
Buchara ist fast so alt wie Samarkand und war wie dieses schon vor mehr als 2000 Jahren ein wichtiges Kultur- und Handelszentrum. Hierher kamen nicht nur Kaufleute aus aller Welt, hier lebten auch berühmte Gelehrte und Dichter, darunter der islamische Philosoph und Arzt Ibn Sina alias Avicenna – seine Gesamtdarstellung der abendländischen Heilkunde, im 12. Jahrhundert geschrieben, blieb für ein halbes Jahrtausend grundlegendes Lehrbuch an den medizinischen Fakultäten Europas.
Die große Vergangenheit des Ortes kommt in einer Vielzahl architektonischer Zeugnisse zum Ausdruck. Wie einen Schatz hütet sie Buchara innerhalb seiner alten Stadtmauern. Einen Tag lang nehmen wir uns Zeit, um die Zitadelle, die reichgeschmückten Moscheen und traditionsreichen Madaris anzuschauen. Eine dieser ehemaligen Koranschulen bildet am Ende den festlichen Rahmen unseres Abendessens.
Tags darauf fahren wir durch die Wüste weit nach Westen. Dort liegt Chiwa inmitten der riesigen Oase Khoresm, heute ein dicht besiedeltes Gebiet mit intensiv betriebener Landwirtschaft, dessen Bewässerung nahezu die gesamte Wasserkapazität des großen Amu-Darja-Stromes in Anspruch nimmt. Wie ein unüberschaubarer Garten trennt die Oase die Rote Wüste Kyzylkum im Norden von der Schwarzen Wüste Karakum im Süden.
Chiwa selbst erweckt – mehr noch als Buchara – den Eindruck einer Stadt, durch die gestern noch die schwer beladenen Karawanen der Seidenstraße zogen, auch wenn die vorbildlich restaurierte Altstadt mittlerweile eher einem Freilichtmuseum gleicht. Um so mehr wird der Weg vom westlichen Stadttor Ata Darwase zu seinem östlichen Gegenstück, dem Palwan Darwase, zum Gang durch ein Stein gewordenes orientalisches Märchen. Intensiv erkunden wir am 11. Tag die verwinkelten Gassen mit ihren einfachen Wohnhäusern aus ungebrannten Ziegeln und den vielen reichgeschmückten Moscheen, Madaris, Mausoleen und Palästen. Unser Abendessen nehmen wir anschließend in der Sommerresidenz des einst hier herrschenden Khans ein
(F/-/A)
12. Tag - 13. TagDer folgende Vormittag bietet noch einmal Gelegenheit zu einem individuellen Abschiedsrundgang durch Chiwa. Am frühen Nachmittag fliegen wir nach Taschkent. Den Abend lassen wir bei einer traditionellen Mahlzeit in einer usbekischen Familie ausklingen.
Am Morgen des 13. Tages Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.
(F/-/A)

Leistungen

  • Linienflug ab Frankfurt (andere Abflughäfen möglich, teils gegen Aufpreis)
  • Inlandsflug Urgentsh-Tashkent
  • Flughafentransfers im Land
  • Rundreise im Kleinbus; am Tag 4 in lokal angemieteten PKW
  • Miete für Reitkamele (1 Kamel pro 2 Reisegäste) während des Treks (Tage 6-7), einheimische Begleitmannschaft samt Koch
  • Begleitfahrzeug oder Lasttiere zum Gepäcktransport während des Treks
  • 9 Hotelübernachtungen, Tageszimmer zum Ausruhen am Ankunftstag
  • 1 Jurtenübernachtung (Gemeinschaftsjurte)
  • 2 Zeltübernachtungen
  • Camping-Ausrüstung mit 2-Personen-Zelten und Expeditionsküche
  • Halbpension
  • alle Besichtigungen, Exkursionen und Eintritte gemäß Programm
  • usbekische, Deutsch sprechende Städteguides (wo erforderlich)
  • lokale Deutsch sprechende Reisebegleitung

Nicht enthalten sind:

  • Visum Usbekistan, Einfacheinreise 15 Tage (derzeit EUR 70,-), Mehrfacheinreise bis 30 Tage (derzeit EUR 80,-)
  • ca. 3-5 EUR pro Tag für nicht enthaltene Mahlzeiten
  • Trinkgelder
  • Ausgaben persönlicher Art

Tourdaten

  • Teilnehmer: 7 – 12 Personen
  • Reisedauer: 13 Tage
  • Preis: ab 2280 €
  • Tour Code: 121

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Gerne beraten wir Sie auch persönlich unter Tel. 089 – 83 41 007. Wir haben über 70 Veranstalter im Programm. Es können nicht alle Reisen auf unserer Website dargestellt werden – bitte fragen Sie uns nach weiteren Touren!

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