Ein Luxuswochenende in Paris

Fernreisespezialistin unterwegs im Land des Champagners!

Einer der größten Vorteile im Leben eines Touristikers ist, dass er ab und zu zu einer Inforeise eingeladen wird, die an sich seinen persönlichen Geldbeutel sprengen würde. Dieses Privileg bescherte mir im August ein Luxuswochenende in Paris.

Der Flug von München nach Paris mit Air France war schon eine positive Überraschung. Die Sitzabstände waren komfortabel, der Flug pünktlich und zum Frühstück morgens um 7:00 Uhr gab es eine heiße Schokolade und ein Schokocroissant. Ich war selten so glücklich auf einem Kurzstreckenflug.

In Paris angekommen wurden wir zu unserem 5 * Hotel Le Bristol Paris aus der Oetker Kollektion gefahren und erst einmal zum Frühstück  a la carte aus der Sterneküche eingeladen.
Die Oetker Kollektion besteht aus derzeit neun Luxushotels und eines davon ist das Le Bristol in Paris. Hier legt Frau Oetker persönlich noch Hand an die Dekoration, Ausstattung und Kunstwerke, die im Hotel überall zu finden sind. Man wollte uns allerdings nicht mitteilen, welche davon die wirklich wertvollen waren.
Das Hotel befindet sich im Herzen von Paris und ist das letzte Palasthotel Paris´ in europäischer Hand. Es gibt zwei Hauskatzen, angeblich nicht allergen, die es sich in der Lobby auf den warmen Schaukästen diverser hochrangiger Schmuckhersteller bequem machen und recht zutraulich sind. Wer sich einsam fühlt, darf Sie sich auch aufs Zimmer bestellen – Originalton Concierge.

Bis zum Eintreffen der restlichen Truppe blieb noch etwas Zeit und wir machten uns zu Fuß auf den Weg zum Louvre. An der Champs Elysees vorbei durch die Tuilerien waren es nur etwa 20 min zu Fuß. Unterwegs ein kurzer Stopp am Riesenrad und schon war die Besichtigung von Eiffelturm und Sacre Coeur abgehakt. August in Paris hat (für mich) den großen Vorteil, dass es wie ausgestorben ist. Alle Pariser sind unterwegs am Meer und die Straßen und Museen sind so leer wie nie. Die Schlange am Louvre war daher in fünf Minuten bewältigt und ich hatte das erste Mal das Vergnügen Mona Lisa ins Auge zu blicken. Sie hat mich angelächelt.
Den Rest mussten wir in 2,5 h bewältigen, da wir um 16:00 wieder im Hotel sein mussten für die erste Champagnerverkostung. Wer will das schon versäumen.

Danach stand eine feuchtfröhliche Hotelbesichtigung des Hotel Barriere Le Fouquet´s an, das wie der Zufall es will auch ein sehr gutes Restaurant hat. Gerüchten zu Folge kommt man hier her, wenn man mit Stars und Sternchen essen möchte.
Wir ließen den Abend bei köstlichem Essen mit etwas Champagner ausklingen, ganz ohne Stars.

Der nächste Tag

begann mit einem köstlichen Frühstück im Le Royal Monceau – Raffles Paris.
Designed by Philippe Starck (das Interieur nicht das Frühstück) ist das Raffles ein sehr modernes Hotel mit vielen Spiegeln und hellen Farben in den Zimmern.
Wer genügend Geld in die Hand nimmt kann von der Kunst-Concierge einen privaten Besichtigungstermin im Louvre arrangieren lassen. Da fangen wir doch gleich mal zu sparen an.

Der Plan für den heutigen Tag war ein Ausflug in die Champagne.

Wohin genau? Nach Epernay. Und was gibt es dort? Moet &Chandon. Was man übrigens Moett mit scharfem und kurzem T am Ende ausspricht. Das weiß man aber nur dort.
Eine ausführliche Führung durch einen Bruchteil der Kellergewölbe mit geschichtlichem Hintergrund und viel Wissenswertem zur Herstellung von Champagner war die 1,5 stündige Zugfahrt ab dem Gare de l ´Est auf alle Fälle Wert.
Die anschließende Verkostung war für uns nichts Neues mehr. Hat aber trotzdem gemundet.

Wer sich noch mit kleinsten Flaschen bis hin zur 6 l Flasche, die den Namen Methusalem trägt, eindecken wollte, konnte im angrenzenden Verkaufsraum noch aus dem Vollen schöpfen.

Das anschließende Abendessen hat der Wirt sicher nicht so schnell vergessen. Da wir etwas in Zeitnot waren, um den letzten Zug nach Paris nicht zu verpassen, haben wir (ein gutes Dutzend Personen) ein drei Gänge a la carte Menu in ca. 1,5 h verdrückt. Inklusive zahlen natürlich.
Da weint das Gourmetherz. Die Heimfahrt  mit dem Zug durch die wunderschöne Landschaft der Champagne gestaltete sich durch musikalische Einlagen unseres Kollegen der KLM sehr kurzweilig.

Und schon war es Sonntag und der letzte Tag angebrochen.

Nach dem teuersten Frühstück meines Lebens im Le Bristol, trafen wir uns alle zu einer geführten Tour durch die Pariser Passagen beginnend an der Metrostation Le Peletier.
Eine nette Junge Dame erzählte uns alles Wissenswerte zu den überdachten Einkaufspassagen mit winzigen Geschäften, Künstlerateliers, Antiquariaten, Cafes, Restaurants und sogar einem Hotel. Die Passagen entstanden im 19. Jahrhundert um den wohlsituierten Parisern das Einkaufen trockenen Fußes zu ermöglichen, da die meisten Straßen noch unbefestigt waren. Nicht so glücklich waren diese Pariser aber wahrscheinlich als sie feststellten, dass auch die Prostituierten von Paris lieber im Trockenen standen. Die jüngste noch bestehende Passage, ist die 1860 erbaute Passage de Princes.

Unser Abschlussessen  im bekannten Fischrestaurant Marius et Janette brachte den Kellner noch an den Rand der Verzweiflung als er feststellen musste, dass die Hälfte der Weingläser schon mit Wasser gefüllt waren. Nachdem er noch die ersten zwei Gläser ausgetauscht hatte hat er beim nächsten mit einem Kopfschütteln und Schweißperlen auf der Stirn aufgegeben.
Der Fisch war trotzdem köstlich und hat uns Banausen vorzüglich geschmeckt.

Fazit

Paris ist immer eine Reise wert, selbst wenn sich alles nur ums Kulinarische dreht-man muss dabei nicht immer im 5* Hotel übernachten und Champagner schlürfen, aber schön war’s schon.

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