Französisch Polynesien

Adventszeit im Paradies – Französisch Polynesien

Der Duft Französisch Polynesiens

Nach einem ca. 20 stündigen Flug mit Air Tahiti Nui von Paris aus mit Zwischenlandung in Los Angeles erreicht man Papeete, die Hauptstadt Französisch Polynesiens, um kurz vor Mitternacht. Für mich war es mal wieder erstaunlich: man muss quasi fast über den Nordpol fliegen, um letztendlich in die Südsee zu kommen….Die Passagiere aller Internationalen Flüge werden mit den typischen Südseeklängen auf dem Weg vom Flugzeug zur Ankunftshalle empfangen und so gleich in das richtige Südseefeeling versetzt. Damit man auch den richtigen Duft von Französisch Polynesien in der Nase hat, erhält jeder Gast beim Emfang durch die örtliche Agentur eine Blumenkette mit Tiare Blüten um den Hals gehängt.

Der erste Tag auf der Hauptinsel Tahiti verbringe ich mit einem Stadtbummel und dem Besuch des Marktes mit seinem bunten Treiben und vielen Farben. Wer möchte, kann hier schon erste Souvenirs oder eine der vielen bunten und sehr nützlichen Tücher – Pareo genannt – erwerben. Wer Perlen mag, sollte unbedingt in das Perlenmuseum oder in eines der zahlreichen Perlengeschäfte gehen.

 

Die Inselwelt vom Boot aus erleben

Am nächsten Tag fliege ich mit Air Tahiti in knapp 40 Minuten von Tahiti nach Raiatea. Im Hafen von Uturoa (Hauptort der Insel) liegt schon der Katamaran von Dream Yacht Charter. Da ich noch ein wenig Zeit habe und es zu regnen begonnen hat, beobachte ich das geschäftige Treiben der Einheimischen in und um den Hafen, wo auch einige kleine Geschäfte zu finden sind.

Dann geht es auf den Katamaran. Erste Regel an Bord: Schuhe aus! Der Skipper zeigt mir das Boot und die Kabine und führt eine kurze Belehrung zu den Sicherheitsvorschriften durch. Es ist ein tolles Erlebnis die Inselwelt Französisch Polynesiens vom Wasser aus zu sehen und erleben zu können. Um für die anstehenden Aktivitäten gerüstet und gestärkt zu sein, wird dreimal täglich eine leckere Mahlzeit vom zweiten Crewmitglied gezaubert. Es gibt viel frischen Fisch und tropische Früchte. Wenn sich der Katamaran nahe der Inseln innerhalb der Lagune fortbewegt, hat man hier und da die Möglichkeit zu Schwimmen, zu Schnorcheln oder mit einem der mitgeführten Kajaks die Umgebung mehr oder weniger trockenen Fußes zu erkunden. Der erste Abend überrascht uns mit einem atemberaubenden Farbenspiel eines Sonnenuntergangs. Nach der ersten Übernachtung an Bord geht es in knapp 4 Stunden über das offene Wasser von der Insel Taha’a (kleinere Schwesterinsel von Raiatea) zur nächsten Insel Huahine. Während der Überfahrt sitzt man am besten auf dem obersten Deck neben dem Skipper und läßt sich den frischen Wind um die Nase wehen und lauscht den Klängen der Ukulele, die der Skipper derselben entlockt. Nach Ankunft in der Lagune von Huahine stehen Wasseraktivitäten auf dem Programm.

Am nächsten Tag erkunden wir die Insel mit einem einheimischen Führer im Jeep und erleben so die Menschen und deren Kultur hautnah. Als kleine Stärkung zwischendurch gibt es frisch gepflückte Mangos, die gleich neben der Straße wachsen. Wir sehen wie die Menschen leben und wie sie die Blumenketten anfertigen. Über Raiatea geht es mit dem Katamaran zurück nach Taha’a, um die andere Seite der Insel näher kennen zu lernen. Der Katamaran wird manchmal von Einheimischen auf Ihren Ausleger-Kanues verfolgt. Man glaubt gar nicht, welch eine Geschwindigkeit die Männer und teilweise auch Frauen im Sog des Katamarans erreichen können. Es geht wieder ins Wasser – diesmal mit Taucherbrille und Schnorchel. Mit etwas Brot werden die vielen bunten Fische in flachen Wasser der Lagune angelockt. Wir bewegen uns langsam schwimmend zwischen den Korallen hindurch und kommen den Fischen ganz nah. Bitte beim Füttern mit Brot aufpassen: mir hat ein Papageienfisch in den Finger gebissen – es hat ganz schön gezwickt. Der letzte Punkt der Kreuzfahrt durch die Inselwelt ist die Insel Bora Bora – für viele der Inbegriff der Südsee. Auch diese Insel ist durch einen Vulkan entstanden, was heute noch sehr gut zu erkennen ist. In der Inselmitte ragen zwei hohe Berge auf. Die Insel ist von einer türkisblauen Lagune umringt – solch eine Farbe haben Sie noch nie gesehen! Schnorcheln im Korallengarten, Schnorcheln mit Stachelrochen und mit Mantarochen sind nur einige Highlights. Einen Nachmittag verbringen wir an einem wunderschönen Strand mit einem leckeren BBQ auf einem Motu – das ist eine kleine vorgelagerte Insel, die die Lagune von den Weiten des Ozeans trennt. Die Kreuzfahrt endet nach 7 erlebnisreichen Tagen im Hauptort von Bora Bora: Vaitape. Hier liegen auch die großen Kreuzfahrtschiffe auf Rede und die Passagiere der Ozeanriesen werden mit Tenderbooten in den Hafen gebracht, wo Sie dann die Insel erkunden können.

Ich verbringe noch 2 Nächte in einer ruhigen und familiären Pension auf einem Motu. Vom kleinen Strand aus kann man auf die Hauptinsel herüber schauen und am Abend die Sonnenuntergänge sehen. Auch hier kann man einige Aktivitäten von Kajakfahren über Schnorcheln oder geführte Touren auf der Hauptinsel unternehmen. Die französischen Gastgeber sind freundlich und erzählen ein wenig über das tägliche Leben auf einem Motu und Bora Bora. Am Abend wird wieder exzellent mit frischen Zutaten gekocht. Von den Gastgebern werde ich mit dem Boot zum Flughafen gebracht, von wo aus ich wieder zurück nach Tahiti fliege.

 

 

Französisch Polynesien im Rahmen einer Inforeise

Wieder zurück auf Tahiti werde ich vom Transferbus in das Manava Suite Resort etwas ausserhalb von Papeete gebracht, wo in der Nacht dann auch die anderen Teilnehmer der Inforeise ankommen werden. Am nächsten Morgen gibt es ein erstes Kennenlernen beim Frühstück. Danach treffen sich alle an der Rezeption, wo wir von einem Minibus abgeholt und zum Fährhafen gebracht werden. Die Überfahrt mit der Aremiti Fähre nach Moorea, der Ananasinsel, dauert knapp 40 Minuten. Je nachdem wie stark die Sonne scheint, hält man es mehr oder weniger lang auf dem oberen offenen Deck aus. Man kann sich aber auch den Einheimischen anpassen und in den klimatisierten Decks die Zeit verbringen. Nach Ankunft auf Moorea wartet auch schon der Bus, der uns zum Sofitel Moorea, unser Unterkunft für die kommende Übernachtung, bringt. Nach einer netten Begrüßen mit Erfrischungstuch und einem Gläschen Saft, ziehen wir uns schnell um, denn es geht gleich weiter zu einem kleinen Motu, wo ein traditionelles Mittagessen und Begegnungen mit Rochen auf uns warten. Die Rochen sind an Menschen gewöhnt, sind sehr neugierig und können einem sehr nahe kommen, was im ersten Moment sehr seltsam ist. Auf dem Weg zurück zur Hauptinsel Moorea hält das Boot in der flachen Lagune wo sich Riffhaie und Rochen aufhalten. Gleich geht es wieder mit Taucherbrille bewaffnet ins Wasser – hier kann man im Wasser aufrecht stehen – und man wird von den Haien und Rochen umkreist. Einmal war ich ziemlich erschrocken, weil ich beim im Wasser treiben einen Hai mit meinem Knie berührte. Doch keine Angst: Riffhaie sind harmlos und Menschen stehen nicht auf deren Speisekarte. Nach der Rückkehr im Sofitel führt uns die Managerin durch das Resort und zeigt uns die verschiedenen Unterkunftskategorien. Vom Strand des Resorts kann man direkt die kleinen vorgelagerten Riffe mit Taucherbrille und Schnorchel erkunden und von der Strandliege aus hat man einen wunderschönen Blick auf die große Schwesterinsel Tahiti. Nach dem Rundgang erfahren wir, dass die ganze Gruppe jeweils in einem Overwater-Bungalow sein wird. Bis zum Abendessen haben wir noch ein wenig Zeit zum Baden, Fische beobachten oder einfach auf der privaten Terrasse des Bungalows zu entspannen. Das Abendessen findet im hoteleigenen Restaurant auf der Terrasse mit Life Musik statt. Auch hier steht wieder frischer Fisch und tropische Früchte auf dem Menü.

Nach einer entspannten Nacht werden wir mit dem Bus zum Hilton Hotel gefahren, wo wir ein exzellentes und sehr reichhaltiges Frühstück genießen dürfen und anschließend einen Rundgang durch die großzügige Anlage erhalten. Gut gestärkt geht es zur Inselrundfahrt mit geländegängigen Fahrzeugen. Zuerst besuchen wir einen kleinen Botanischen Garten mit Blick über die Bucht. Dann geht es über wahnsinnig steile betonierte Pisten auf einen Berg mit atemberaubender Aussicht. Nachdem wir wieder heil auf der Hauptstraße angekommen sind, fahren wir ins Inselinnere und sehen die Ananasplantagen. Wir halten auch in einem Laden, der Marmeladen und Säfte verschiedener tropischer Früchte, Schnäpse und andere Souvenirs anbietet. Zum Abschluß fahren wir zum Belvedere Lookout mit tollem Blick in die Täler im Inselinneren und Buchten auf der anderen Seite. Zurück im Sofitel bekommen wir ein Mittagessen mit Blick über das Meer und auf Tahiti. Danach geht es zum Flughafen und weiter nach Huahine.

Dort angekommen, warten auch schon zwei Fahrzeuge, die uns zum Hotel Relais Mahana bringen. Dort verbringen wir zwei Nächte. Das Hotel hat einen eigenen kleine Strand mit Liegenstühlen und Stand-Up Paddle Boards. Das Abendessen nehmen wir im Außenbereich des hoteleigenen Restaurants ein. Am nächsten Tag werden wir neben einigen anderen Unterkünften auch die Insel ausgiebig erkunden. Unser Guide bringt uns die Geschichte und die ein oder andere Anekdote der Insel sehr enthusiastisch rüber, sodass es nie langweilig wird, ihm zuzuhören. Am Abend sind wir wieder im Hotel und haben vor dem Abendessen ein wenig Zeit uns im Meer zu erfrischen und die Stand-Up Paddle Boards auszuprobieren.

Am nächsten Vormittag fliegen wir weiter nach Bora Bora. Am Flughafen wartet ein Boot auf uns, das uns zum St. Régis Bora Bora Resort bringt, wo wir einen Rundgang durch die Anlage mit anschließendem Mittagessen haben. Gut gestärkt geht es zurück aufs Boot, das uns in der Lagune zu verschiedenen Spots bringt, wo wir Schnorcheln oder die bunten Fische im klaren Wasser beobachten können. Dann geht es weiter zu einem anderen Spot, wo wir den Stachelrochen im recht flachen und türkisblauen Wasser wieder sehr nahe kommen können. Das Boot bringt uns zum Bora Bora Pearl Beach Resort, wo wir die Übernachtung, einen Rundgang durch die Anlage und das Abendessen haben. Jeder hat seinen eigenen Garden Bungalow mit eigenem kleinen Pool. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen werden wir mit dem Boot auf die Hauptinsel gebracht, wo zwei Guides für unsere Inselrundfahrt warten. Mit den zwei Jeeps fahren wir zu verschiedenen Aussichtspunkten, mit teilweise geschichtsträchtigen und rostigen Hinterlassenschaften von Amerikanern aus dem zweiten Weltkrieg. Wir sehen, wie die Einheimischen die typischen Pareos einfärben und welchen Baum die Einheimischen verwenden, um ihre Dächer einzudecken. Nach dieser sehr interessanten Inseltour, besichtigen wir mehrere Hotels bevor wir am späten Nachmittag völlig erschöpft im Le Meridien Bora Bora ankommen. auch dort sehen wir zuerst die Anlage bevor wir vor dem Abendessen noch ein wenig Zeit zum Schwimmen und entspannen haben. Nach dem Frühstück haben wir noch eine schnelle Hotelbesichtigung bevor wir zum Flughafen fahren und dann weiter zu der Tuamotu Insel Rangiroa fliegen.

Nach Ankunft auf Rangiroa werden wir mit einem Bus ins Kia Ora Resort & Spa gebracht. Im Zimmer angekommen, schnell umziehen und schon steht der nächste Programmpunkt an. Einführungstauchgang. Dazu fahren wir mit einem kleinen Boot und drei Tauchlehrern in die Lagune und wer sich traut, kann einen kleinen Tauchgang mit Tauchlehrer und max. einer anderen Person aus der Gruppe bekommen. Die anderen genießen das  erfrischende Wasser oder relaxen auf dem Boot. Zurück an Land und im Hotel bekommen wir den obligatorischen Rundgang und am Abend ein schönes Essen im hoteleigenen Restaurant mit Live-Show von Gesang und Tänzen der Einheimischen. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen fahren wir zu einer Perlenfarm. Dort erfahren wir alles über die Perlenzucht und können sogar einem Mitarbeiter über die Schulter schauen, wie er die sogenannte Mutterperle in die Muschel einsetzt und auch die richtigen Tahiti Perlen aus den Muscheln entnimmt. Mittagessen bekommen wir im zweiten Hotel der Insel. Danach geht es zum Flughafen und zurück nach Tahiti.

Auf Tahiti angekommen, steht der Besuch der ARANUI5, das berühmte Passagierfrachtschiff, auf dem Programm. Aufgrund von kleinen Unstimmigkeiten drohte die Besichtigung ins Wasser zu fallen, doch wie der Zufall so will, kam einer der Schiffseigner vorbei und hat uns höchstpersönlich eine Führung gegeben – unter erschwerenden Bedingungen – es gab keinen Strom auf dem Schiff. So sind wir also mithilfe des Handylichtes von Deck zu Deck und haben die verschiedenen Kabinenkategorien gesehen. Ein Highlicht war die Brücke, von wo aus man den besten Rundum-Blick hatte. Nachdem alle Fotos geschossen und alle Fragen beantwortet waren, sind wir mit dem Shuttlebus ins Hotel gefahren. Nach dem Zimmerbezug und kurzer Verschnaufpause ging es wieder ins Stadtzentrum, wo noch eine typisch polynesische Tradition auf uns wartete. Wir haben das Abendessen im sogenannten Roulotte eingenommen. Das Roulotte ist eine Ansammlung von Food Trucks mit verschiedenen Gerichten am Place Vai‘ ete, wo jeder etwas findet. Es gibt typisches Essen von den Inseln, aber auch Chinesisch oder Französische Crêpes. Zurück im Hotel lassen wir den Abend gemütlich in der Hotelbar ausklingen – wir kommen gerade noch rechtzeitig, denn der Barkeeper wollte gerade schließen. Am letzten Morgen gibt es Frühstück im Hotel, dann treffen wir uns alle in einem Seminarraum, wo ein Workshop stattfindet. D.h. dort treffen wir nochmal verschiedene Repräsentanten von Hotels oder Pensionen. Der Nachmittag steht für alle zur freien Verfügung. Mit dem Shuttlebus des Hotels fahren die meisten ins Zentrum und besuchen die Markthalle, um die letzten Souvenirs einzukaufen. Leider meinte es der Wettergott nicht mehr gut, denn es hat den ganzen Tag ohne Unterbrechung geregnet. Das Gute dabei ist, dass die Temperaturen nach wie vor kurze Hosen und Flip Flops erlauben. Nachdem alle komplett durchnäßt im Hotel zurück sind, haben wir noch ein wenig Zeit, um uns umzuziehen und gehen dann zum letzten Mahl ins Hotelrestaurant.

Nun steht die Heimreise bevor. Wir fahren zum Flughafen, der bis auf den letzten Platz gefüllte Flieger hebt mit etwas Verspätung Richtung Los Angeles ab. Wir durchlaufen wieder den Transit mit seinen Kontrollen und eilen auch schon zum Gate für den Weiterflug nach Paris. Hier bekommen wir die Nachricht, dass wir alle ein Upgrade in die Business Klasse bekommen. Die Sitze sind sehr bequem und das Essen schmeckt. So vergeht die lange Reise im wahrsten Sinne wie im Flug und wir landen am morgen in Paris, wo sich die Gruppe dann trennt, da jeder einen anderen Anschlussflug nach Hause hat. Es ist der 18. Dezember, viele Weihnachts- und Christkindlmärkte haben bereits geschlossen. Doch braucht man einen Weihnachts- oder Christkindlmarkt, wenn man die Adventszeit in Französisch Polynesien verbringen darf?

1 comment

  1. Cooler Beitrag, ich habe auch einen kompletten Winter auf Fiji verbracht, und ich bräuchte den Winter ehrlichgesagt nie mehr – Weihnachtsmarkt hin oder her!

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