Tiere & Landschaft, soweit das Auge reicht – ein Reisebericht über die Mongolei

„Mongolei? Was willst du denn dort?“ Das hörte ich unzählige Male von meinen Freunden. Okay, es ist vielleicht nicht das Urlaubsziel Nummer eins, aber erkundungsfreudig bin ich schon mein ganzes Leben und war sehr glücklich für Ali Schneider Marathonreisen die Möglichkeit zu bekommen, dieses Land zu besuchen. Grund dieser Inforeise ist ein geplanter Marathon am ersten Juniwochenende 2017.

 

Flug mit MIAT

Am Flughafen in Frankfurt treffe ich auf meine Reisegruppe. Das kleine gemeinsame Frühstück in der Skylounge und erste gemütliche zusammensitzen mit den sechs weiteren Kollegen, darunter Kollegen aus der Touristikbranche, ein Journalist und dem Sales Manager der MIAT Mongolian Airlines.

Ja MIAT – Mongolian Airlines, eine Airline, die ich bevor ich mein E-Ticket erhalten habe, noch nie gehört habe. Aber wie sich später rausstellte, war es ein ganz normaler Flug, mit einer modernen Maschine, super netten Flugpersonal und köstlichem Essen.

Mit einer Zeitverschiebung von sieben Stunden landen wir neun Stunden später auf dem Chinggis Khan Flughafen in Ulanbataar, der Hauptstadt der Mongolei. Teppichboden, schöne Wandverzierungen und überschaubar – der erste Eindruck ist  einladend.

 

Ankunft und Empfang in Ulan Bator

Nach der Ankunft empfängt uns unsere persönliche Reiseleiterin für diese Inforeise. Chimge, eine Mongolin, die seit 20 Jahren Gruppen in der Mongolei führt, und fließend deutsch spricht. Sie hat 12 Jahre in Deutschland gelebt, studiert und promoviert. Umso besser war es eine deutschsprachige Reiseleiterin für Übersetzungen zu haben, denn wie sich später rausstellt – mit Englisch würde man hier nicht weit kommen. Ohne Sprachprobleme kann man natürlich die Landschaft genießen und die Besuche bei den Nomadenfamilien funktionieren auch per Zeichensprache.

Mit dem Bus geht es gute 25 Minuten zum Hotel Bayangol, sehr zentral gelegen, und alle wichtigen Wege in der Hauptstadt sind leicht zu Fuß zu bewältigen. Wir gehen gemeinsam zu einem Frühstückslokal in Hotelnähe. Doch wir merken schnell, dass uns der Jet-Leg früher eingeholt hat, als wir dachten. Wir gehen wieder Richtung Hotel und legen uns nochmal für ein paar Stunden hin.

Am Nachmittag brechen wir geschlossen zu einer kleinen Stadtführung mit Chimge auf. Ein Abendessen beim Restaurant um die Ecke, rundet den ersten Tag in der Mongolei ab.

 

Die Rundreise beginnt

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen, fahren wir gemeinsam aufs Land zum 60km entfernte „Mongol Nomadic Camp“, wo wir uns am Vormittag die Nomadic Live Show anschauen. Dieses Camp organisiert seit diesem Jahr das Naadamfest in Miniform. Es gibt die berühmten drei Spiele der Männer, das Bogenschiessen, Pferderennen und Ringen.

Am Nachmittag fahren wir weiter ins 300 km entferne Eco-Camp „Sweet Gobi“. Hier übernachten wir das erste Mal in sogenannten „Jurten“ oder wie die Mongolen sagen „GERs“.

Am nächsten Morgen fahren wir 200 km zur UNESCO-Weltkulturstätte, dem Orkhon-Tal. Hier treffen wir auf die mongolisch-deutschen Archäologen. Seit 2000 gibt es dort die Expedition mit einer Schirmherrschaft beider Präsidenten, der Mongolei und Deutschlands, die die Ausgrabungen im Orkhon Tal durchführen. Von der deutschen Seite sind die Partner das Deutsche Archäologische Institut und die Universität in Bonn. Nach der Führung mit den deutschen Kollegen fahren wir weiter nach Khushuu Tsaidamm und übernachten dort im Camp.

Am vierten Tag fahren wir gemeinsam nach Kharkhorin und besichtigen dort die Klosteranlage Erdene Zuu, welche auf Initiative des Khalkh-Fürsten Abtai-Khan aus den Trümmern der zerstörten Hauptstadt, als erstes großes lamaistisches Kloster der Mongolei im Jahre 1586 errichtet wurde. Im Anschluss fahren wir weiter zum nächsten Camp, dem „Talbuin Camp“.

Morgens fahren wir zu den bekanntesten Wasserfällen der Mongolei. Auf dem Rückweg zum Camp besuchen wir eine nomadische Familie. Wir probieren mongolische Milchprodukte und lernen das Leben der Nomaden-Familie aus der Nähe kennen.

Am vorletzten Tag geht es 400km zurück nach Ulaanbaatar. Die letzte Nacht im Hotel Bayangol, am nächsten Morgen geht es zum Flughafen und eine Woche in der Mongolei ist vorbei.

Eine wunderschöne und informative Reise geht zu Ende. Für Entdecker & Abenteuerlustige ist dieses Land sehr zu empfehlen.

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