Taiwan – pure Exotik

Durch Reisen in Taiwan bekommt man einen Einblick in eine wundervolle Naturwelt

Jeder einzelne Ort von Taiwan – ob Norden, Osten, Süden oder Westen – ist atemberaubend. Die Highlights auf dieser Rundreise sind die Taroko Schlucht, Sonne – Mond – See und Taipeh (Hauptstadt ) , faszinierende Tempel ziehen einen in seinen Bann.

Abflug Frankfurt

Wir freuten uns schon sehr auf die Reise, eine Reise in das unbekannte Taiwan. Unser Flug startete in Frankfurt mit der China Airline. Der Flug dauerte 12 Std und in dieser Zeit wurden wir von Stewardessen sehr freundlich und zuvorkommend bedient.  Fernseher mit Filmen, Serien und Spiele machten die Zeit kurzweilig in einer angenehmen Atmosphäre.

Ankunft in Taiwan, in der Hauptstadt Taipeh

Nach 12 Std landeten wir glücklich in Taipeh. Wir freuten uns schon sehr, unsere tolle Reise zu beginnen. Nachdem wir unsere Rucksäcke geschultert hatten, suchten wir einen Geldautomaten. Im Flughafen wurden wir sehr schnell fündig und holten eine kleinere Summe ab. Nun suchten wir uns ein Taxi –  aber ein  Taxifahrer hatte uns schon gesichtet und eingeladen. Sehr praktisch! Die Taxis in Taiwan sind innen sehr verziert, mit Buddhabildern, mit Ausweisen der Taxifahrer und natürlich – was nicht fehlen darf – mit einem  Minifernseher und taiwanesischen Musikvideos. Die Fahrt zu unserem Hotel dauerte ca. 45 min. Nun checkten wir im Hotel ein, brachten unser Gepäck ins Zimmer und machten uns ein wenig frisch. Wir hatten einen Reiseführer dabei,  der uns die wichtigsten Informationen gab.
Wir machten uns auf dem Weg zur Metro, die man nicht übersehen kann, weil sie durch die riesengroße Hauptstraße führt. Zum benutzen der Metro bekommt man an der Informationsstelle Metrofahrkarten, die man an der Infostelle mit Guthaben auffüllen muss. Was wir wirklich cool fanden war, dass wir mit der Metrocard auch in Geschäften (wie z.B. 7-Eleven) zahlen konnten.
Sehr neu und ungewohnt für uns war, dass wir uns an markierten Streifen am Boden hintereinander anstellen mussten, damit wir in die Metro einsteigen konnten. Die Taiwanesen sind sehr freundlich und  nehmen Rücksicht. Sie helfen sofort, wenn man hilflos in der Gegend herumschaut, nachdem alles auf taiwanesisch steht und man sich im ersten Moment nicht auskennt. Wir kamen ohne Probleme am Taipeh Zoo an.

Taipeh Zoo

Ein riesengroßer Tierpark mit wundervollen Tieren, die es bei uns nicht zu sehen gibt. Auf einen Bären waren wir besonders  gespannt: Ein  kleiner Pandabär, der im Januar 2014 auf die Welt kam. Die Leute standen Schlange, um ihn zu sehen. Der Zoo war bestückt mit den schönsten Pflanzen und Blumen. Wir verbrachten ein paar Stunden in dem Zoo, die Zeit verging wie im Flug. Ein wunderschöner Eindruck ging zu Ende und wir fuhren zurück in die Stadt.
Nun waren wir auf dem Weg zu dem bis vor kurzem (2009) höchsten (508 m hohem) Gebäude der Welt, dem Taipeh 101 Tower. Pro Minute schießt der Aufzug auf knapp 400 Meter Höhe. Oben angekommen  zitterten uns die Beine – es war so unglaublich hoch. Die Aussicht auf Taipeh war faszinierend, man konnte so weit in die Ferne schauen bis der letzte Berg im Nebel verschwand. Ein Stockwerk weiter unten konnte man Korallen in Vitrinen betrachten, die in den verschiedensten Formen und Figuren verarbeitet wurden.
Unsere Stadttour ging weiter, wir  besuchten einen Tempel, der gleich neben einem Nachtmarkt lag, was praktisch für uns war. Wir beobachteten die Leute in dem Tempel wie sie alle zu ihrem Gott beteten, Räucherstäbchen anzündeten und Opfergaben bereit legten. Unser Spaziergang durch den Tempel war beendet und wir besuchten nun gleich den Nachtmarkt. Langsam wurde es auch dunkel und man sah überall bunte Lichter, Taiwanesen, die fleißig ihr Essen kochten,  ihre Stände mit Accessoires füllten.
Später zurück im Hotel waren wir müde von der Reise und sprachen noch viel über unsere Eindrücke des heutigen Tages.

Fahrt von Taipei nach Fo Guang Shan Tempel

Wir saßen jetzt in dem Schnellzug von Taipei auf dem Weg nach Kaohsiung. Wir hatten schon von Deutschland aus Kontakt mit einem österreichischen Mönch, der uns zu sich eingeladen hatte. Nach 1 ½  Std. Zugfahrt nach Kaohsiung  und  ca.1 ½ Busfahrt, kamen wir am Kloster an. Wir mussten an die Information, um nach dem Mönch zu fragen. Nachdem die netten Damen von der Rezeption für uns den Herren angerufen hatten, kam er schon nach kürzester Zeit. Er begrüßte uns sehr freundlich und zeigte uns die wundervolle Tempelanlage. Dort gab es viel zu sehen: Museen, viele goldene Buddhas, Tempel und Mönche, die dort meditierten. Um 18:00 Uhr gab es dann Abendessen, wozu wir eingeladen wurden. Die Speisen waren einfach, aber sehr schmackhaft. Es gab Reis, gebratene Nudeln und  Gemüse. Es hat uns sehr gut geschmeckt. Am Abend erhielten wir von dem Mönch eine Schulstunde in Mandarin – Schriftzeichen die wir auch selbst ausprobieren konnten und so eine schöne Erinnerung mit nach Hause nahmen.

Am nächsten Tag saßen wir schon um 5:40 Uhr im Tempel, wo uns drei riesengroße goldene Buddhas und ca. 400  kleine leuchtende Buddhas anschauten. Alles war geschmückt mit Orchideen und goldenen Schalen. Der Duft von Räucherstäbchen umkreiste uns. Eine große Ruhe und Zufriedenheit schwebte über den anwesenden Personen. Man konnte sehen, wie die Sonne aufging nachdem die riesigen Buddhas Richtung Sonne blickten und sie nach und nach zu leuchten anfingen. Dieses Beten war wie ein leichtes Summen, es ist für uns wie ein meditativer  Gesang, der einem im Ohr bleibt. Nach der Zeremonie wurden wir noch zu weiteren Buddhas  geführt. Dort umströmte uns ein intensiver Duft von tausenden Yasminblüten. Auf dem Platz der vielen kleinen Buddhas stand ein unglaublich riesengroßer Buddha, der über Alles und Jeden wachte.

Das war unsere Tour bei den Mönchen, unsere Reise ging weiter zum Sonne – Mond – See. Als wir am See ankamen, mussten wir mit dem Boot den See überqueren, damit wir in unser Hotel kamen. Die Bootstour dauerte ca. 30 Min. Wir legten an und gingen am Hafen entlang Richtung Hotel. Überall kleine Geschäfte mit Essen und Klamotten. Unser Hotel war am See gelegen, wo wir eine schöne Aussicht hatten.  Man muss noch zu den Hotels was sagen – wir haben die Hotels immer ein oder zwei Tage vorher gebucht. Es funktionierte einwandfrei. Wir waren zwei Nächte am Sonne – Mond – See, am Tag nach unserer Ankunft machten wir einen kleinen Ausflug und fuhren mit der Gondel  auf einen Berg, wo wir den Ausblick über den ganzen See und die Wälder genießen konnten. Die Fahrt dauerte ca.30 min, nach unserer kleinen Tour gingen wir am Abend durch die Straßen spazieren und probierten einheimische Spezialitäten an verschiedenen Ständen aus.

Taroko Schlucht

Am nächsten Tag ging es weiter zur Taroko Schlucht. Uns wurde ein Fahrer vom Hotel gestellt, der uns bis nach Hualien brachte und den wir natürlich auch zahlen mussten. Wir waren 8 Std unterwegs. Er führte  uns zu einem Teemuseum, wo wir jede Art und Sorte von Tee angeboten bekamen. Es wurde uns gezeigt, wie früher Tee geerntet wurde. Weiter fuhren  wir auf Serpentinenstraßen zum Taroko National Park. Wir waren auf dem Kungyang Berg, der 3070 Meter Höhe lag und es ging immer höher. Der höchste Punkt, an dem wir waren, war 3275 Meter hoch – das war in der Hehuanshan National Forest Recreation Area. Unsere Fahrt ging weiter in die Taroko Schlucht, dort machten wir eine Pause und gingen die Schlucht hinunter. Hier musste man 419 Treppen nach unten gehen um die schönen heißen Quellen zu begutachten und sich auch hinein zu setzen. Die mächtigen Felsen,  die durch Holzbrücken verbunden werden,  zeigen einem die Wunder der Natur und ihre Einzigartigkeit. Nach einer weiteren Fahrt kamen wir am Meer an. Das Wasser war an dem Tag wild, daher konnten wir leider nicht schwimmen gehen. Wir verbrachten dort ein wenig Zeit mit unserem netten Fahrer, der leider kein Englisch sprechen konnte,  aber wir konnten uns über sein iPhone verständigen. Mit einer Sprach-App erzählte er uns die Geschichten einzelner Orte.

Letzter Stop – Hualien

Wir kamen in Hualien in unserem Hotel an. Dort konnten wir uns nach 8 Std Autofahrt ein wenig ausruhen, bevor wir die Stadt erkundeten. Diese Stadt war unsere letzte Besichtigung vor unserem Heimflug. Diese Stadt war sehr verwinkelt gebaut mit schmaleren Straßen und kleinen Gassen. Wir sind einfach mal der Stadtkarte gefolgt und kamen in ein Einkaufszentrum  mit kleinen Geschäften. Es gab dort einen Friseursalon, den meine Freundin ausprobieren wollte. In der Zwischenzeit besorgte ich mir einen berühmten Bubble Tee, der aus Green Tee und verschiedenen Fruchtstücken bestand. Nachdem meine Freundin fertig war konnten wir unsere Besichtigung fortführen. Am Abend gingen wir wieder auf einen Nachtmarkt. Es gab Stände mit den verschiedensten Leckereien: Meeresfrüchte, Pizza (was für die Einheimischen neu war, anscheinend hat der Stand erst aufgemacht), Smoothies , verschiedene Suppen, Reis mit Gemüse, Nudeln und vieles, vieles mehr.
Wir checkten aus dem Hotel aus und der Schnellzug brachte uns zurück nach Taipeh. Wir kamen an der Main Station an. So viele Restaurants, wir wussten gar nicht, in welches wir als erstes gehen sollten.  Nachdem wir gut gespeist hatten, packten wir unseren Rucksack und machten uns auf den Weg zu den  Teeplantagen names Maokong, die hinter dem Taipei Zoo lagen. Eine lange Schlange stand am Eingang vor der Gondel an, die einen entweder zu den Teeplantagen oder zum Zoo brachte. Eine 45 minütige Fahrt kostete umgerechnet 10€. Man konnte von der Gondel zuerst den Zoo und dann die tropischen Wälder betrachten, die unter einem waren.  Wir kamen an und folgten der Menschenmenge. Eine Waldallee, die mit kleinen Lampions  geschmückt war, führte uns zu den Plantagen. Überall kleine Teehäuser, die zum Verweilen einluden und gemütliche Sitzplätze mit hervorragender Aussicht. Ein frischer Duft von Tee, der durch die angenehme Brise zu einem gelangte, machte den Moment perfekt. Man saß da und ließ alles auf sich wirken, die entspannte ruhige Atmosphäre, den genussvollen Kuchen und den leckere Tee vom eigenen Anbau.

Bye bye Taiwan

Es wurde Zeit aufzubrechen, wir mussten jetzt langsam zum Flughafen, weil unser Flug schon in 5 Std. ging. Von der Metro aus konnten wir den 101 Tower leuchten und glitzern sehen, wunderschön.  Und schon waren wir im Flugzeug Richtung nach Hause. Wir verabschiedeten uns von Taiwan. Eine wundervolle Reise, die ich jedem empfehlen kann. Jeder einzelne Tag war ein Geschenk, eine neue Erfahrung  und ein Erlebnis. Träume werden doch wahr ;).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren (Jederzeit wieder abbestellbar)